Gmünder JU informiert über allgemeine Dienstpflicht

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CDU-Nachwuchsorganisation lädt am Wochenende zu zwei öffentlichen Veranstaltungen.

Schwäbisch Gmünd. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat es jüngst vorgeschlagen und zum Thema gemacht, Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold spricht sich seit Jahren dafür aus: ein soziales Pflichtjahr für junge Menschen ab 18 Jahren, nach der Schule oder der Ausbildung also. Die Junge Union (JU) Schwäbisch Gmünd macht dies nun zum Thema. Sie lädt am kommenden Wochenende zu zwei Veranstaltungen rund um eine allgemeine Dienstpflicht:

Die JU ist am Samstag, 23. Juli, von 9 bis 15 Uhr mit Feuerwehr, THW und sozialen Einrichtungen auf dem Johannisplatz, um über Möglichkeiten einer Dienstpflicht zu informieren.

Ein Podium der Gmünder VHS zum Thema gibt's am Sonntag, 24. Juli, um 19.30 Uhr auf der Remsparkbühne. Mit dabei sind der Landtagsabgeordnete Tim Bückner, Hauptmann und Jugendoffizierin Amelie Nägele, DGB-Regionsgeschäftsführerin Bärbel Mauch und Markus Bosch, stellvertretender Vorsitzender der JU Gmünd.

Bosch erläutert im GT-Gespräch, weshalb er dieses Themenwochenende unterstützt. Wichtigstes Argument sei für ihn, dass ein Pflichtjahr das Demokratieverständnis stärke. Dies heißt auch: Die Bürger haben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Man gebe so etwas dafür zurück, dass man von einem System mit einem Rechtsstaat profitiere, in dem man in Frieden und Freiheit aufwachse und lebe, in dem man seine Meinung frei sagen könne.

Die JU Schwäbisch Gmünd spricht sich dabei für einen Dienst „für alle Geschlechter und für Inländer sowie Ausländer mit dauerhaftem Wohnsitz in Deutschland“ aus. Dieser Dienst solle frei wählbar sein im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich, in den Blaulichtorganisationen oder als Dienst in den Streitkräften. Letzteres geht nur mit deutscher Staatsbürgerschaft. Der Gmünder JU schwebt eine Dauer von zwölf Monaten vor. Der Dienst solle ab dem vollendeten 18. Lebensjahr verpflichtend sein und bis zum 27. Lebensjahr abgeleistet werden können.

„Auch Berufe, die in der Öffentlichkeit weniger Aufmerksamkeit bekommen, erhalten so eine größere Reichweite und Berührungsängste können abgebaut werden“, sagt Leonie Arnold, Vorsitzende der Gmünder JU. Genau deshalb plane die JU am Freitag in einem nicht-öffentlichen Teil in verschiedenen sozialen Einrichtungen auszuhelfen, „um zu zeigen, was durch viele helfende Hände in einem Dienstjahr möglich ist“.

Die Patenschaft über dieses Themenwochenende hat Oberbürgermeister Richard Arnold übernommen. Arnold wirbt seit Jahren für ein solches Pflichtjahr. Im GT-Interview im Juli 2021 hat er dies damit begründet, dass ein solches Jahr nach der Schule oder der Ausbildung „auch dazu führen würde, dass junge Menschen mal zur Ruhe kommen“. Denn die Transformation, die jetzt komme, verlange „eine fundierte Auseinandersetzung, einen zivilen Dialog, Respekt und einen ausgeprägten Bürgersinn“. Dieser Bürgersinn „erodiert bei uns“. Das Pflichtjahr würde stabilisieren, um künftige Herausforderungen zu bestehen. ⋌Michael Länge

Die JU Gmünd lädt alle Bürger ein, an den Veranstaltungen teilzunehmen und sich selbst eine Meinung zum Thema allgemeine Dienstpflicht zu bilden.

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