Gmünder Rotary Club vergibt Josef-Leicht-Preis

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Der Rotary Club hat den Josef-Leicht-Preisvergeben. Im Bild (v.l) Dr. Stefan Scheffold, Dieter Gerrmann und Johanna Haas.

Für ihr ganz besonderes Gesellenstück im Schreinerhandwerk erhält Johanna Haas die Auszeichnung.

Schwäbisch Gmünd. Keine Einbauküche, aber ein Möbelstück, das dem Gründer der Leicht-Küchen-AG sicher gut gefallen hätte: Mit einem Beistelltisch gewann Johanna Haas aus Erpfental bei Ellwangen den Josef-Leicht-Preis des Rotary Clubs Schwäbisch Gmünd. Die Verleihung ist seit 25 Jahren Teil der Abschlussfeier der neuen Gesellinnen und Gesellen im Schreinerhandwerk.

Rotary-Präsident Dr. Stefan Scheffold übergab den mit 500 Euro dotierten Preis, der an das 1996 verstorbene Gründungsmitglied des Rotary Clubs Schwäbisch Gmünd, Josef Leicht, erinnert. Die ausgezeichnete Arbeit hebt sich nach Worten von Jury-Sprecher Dieter Gerrmann von den weiteren mehr als 20 Gesellenstücken deutlich ab. Der Rotary Club lege dabei besonderes Augenmerk auf das Design eines Möbelstücks. Der Beistelltisch von Johanna Haas unterscheide sich durch runde Formen, während der Zeitgeist eher eine kantige Formensprache bevorzuge. Auffällig die eingearbeiteten Lamellen, von denen sich jeweils sieben zu einem Tischbein verjüngen. Die eingearbeitete Schublade und ein darunter liegendes Geheimfach sind weitere Merkmale einer durchdachten handwerklichen Lösung. So spreche das filigran gearbeitete Stück aus Ahornholz eine eigene Formensprache.

Den Preis zu verleihen, das passe zum rotarischen Selbstverständnis, betonte Dr. Stefan Scheffold. Rotary sehe seine Aufgabe in einem Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander. Vor Ort und weltweit seien Rotarier für soziale, berufliche und kulturelle Initiativen engagiert. Unter anderem spiele durch eine über Jahre andauernde Initiative für die weltweite Polio-Impfung die Kinderlähmung kaum noch eine Rolle. In Schwäbisch Gmünd habe der Rotary Club jüngst eine Baumpflanz-Aktion realisiert, mehr als 500 neue Laubbäume wurden dabei gesetzt. Soziale Belange standen ebenso im Vordergrund, etwa für St. Elisabeth oder ein Wohnungsprojekte der a.l.s.o.

Der Leicht-Preis, der auf ein Vermächtnis von Josef Leicht zurückgeht, sei heute so wichtig wie kaum zuvor. Er soll die Leistungen im Handwerk in den Vordergrund stellen, junge Menschen für den kreativen Beruf rund ums Holz begeistern. Dr. Stefan Scheffold erinnerte dabei an die Leistungen Josef Leichts, der zusammen mit seinem Bruder aus einer Schreinerei in Waldstetten ein Weltunternehmen geschaffen habe.

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