im Blick Die mehrkosten der Gartenschau 2019 und die Fehler der stadtspitze

Gmünds Gemeinderat funktioniert

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Respekt, Michael Schaumann! Der Leiter des Gmünder Rechnungsprüfungsamtes, selbst Angestellter der Stadtverwaltung, hat Gmünds Stadträten einen Bericht über die Mehrkosten für die Remstal-Gartenschau präsentiert.

Respekt, Michael Schaumann! Der Leiter des Gmünder Rechnungsprüfungsamtes, selbst Angestellter der Stadtverwaltung, hat Gmünds Stadträten einen Bericht über die Mehrkosten für die Remstal-Gartenschau präsentiert. Es war kein Abschlussbericht. Sondern ein "Sachstandsbericht", der Mehrkosten nicht erklären konnte, weil Unterlagen fehlen. Das ist nicht Schaumanns Versäumnis. Sondern das der Stadtspitze. Diese räumte ihre Fehler ein. Oberbürgermeister Richard Arnold trat die Flucht nach vorne an. Gab zu, dass die Verwaltung die Stadträte nicht ausreichend über Kosten informiert hat und Lehren daraus ziehen wird. Auch Baubürgermeister Julius Mihm sagte, dass die Dinge nicht gut gelaufen seien. Dabei vollzog er eine sonderbare Kehrtwende. Über Monate hatte er gesagt, das Rechnungsprüfungsamt habe die Unterlagen, die es brauche, um die Mehrkosten zu erklären. Am Mittwoch sagte er, das Rechnungsprüfungsamt habe recht. Dies lässt den Rückschluss zu: Die Stadtspitze hatte wohl gehofft, dass Gras über die Gründe für die Gartenschau-Mehrkosten wächst. Sie hat sich getäuscht. Alle Fraktionen haben die Verwaltung – mehr oder weniger scharf – kritisiert und darauf hingewiesen, dass die Verwaltung das Hoheitsrecht des Gemeinderates, die Mittelvergabe, verletzt hat. Die Stadträte haben erfüllt, wofür die Bürger sie gewählt haben: die Kontrolle der Verwaltung. Für die Verwaltung gilt: Sie muss begreifen, dass sie so nicht mit dem Gemeinderat umgehen darf. Das wird künftig anders laufen, hat Arnold den Stadträten versichert. Sie sollten ihn beim Wort nehmen. Und genau hinschauen. Michael Länge

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