Gmünds Süden ohne Pflegeplätze

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Das Ziel in Gmünd: möglichst wohnortnahe Versorgung für ältere Menschen.
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Nichts in Weiler, Bargau, Degenfeld: Stationäre Pflegeplätze sind ungleich verteilt in Gmünder Teilorten.

Schwäbisch Gmünd. 205 stationäre Pflegeplätze gibt es in Wetzgau/Rehnenhof, 52 in Lindach, 45  in Großdeinbach. In Stadtteilen im Süden und Osten ist die Lage anders: null Plätze in Weiler, Bargau, Degenfeld sowie in Hussenhofen und Herlikofen.

Das ist eine Erkenntnis der Pflegekonferenzen, die in verschieden Stadtteilen stattgefunden haben. In den vier Konferenzen ging es vor allem um die Frage: Wie kann man das Leben für Senioren in den Stadtteilen besser machen? Die Ergebnisse sind am Mittwoch im Sozialausschuss des Gmünder Gemeinderats besprochen worden.

„Bei vier Teilkonferenzen haben wir rund 250 Menschen erreicht“, berichtet Renate Wahl von der Seniorenarbeit. Jeweils zusammengefasst waren Großdeinbach, Rehnenhof/Wetzgau und Lindach, außerdem Bargau, Weiler und Degenfeld, die beiden Nachbarorte Herlikofen, Hussenhofen sowie die Stadtteile mit hauptamtlicher Quartiersarbeit (Süd-, West- und Oststadt, Hardt, Bettringen und Straßdorf). „Es gab in jedem Stadtteil tolle Impulse“, sagt Wahl.

Ein Beispiel ist Hussenhofen: Dort hat sich ein Arbeitskreis gegründet, in dem zehn Leute mitarbeiten. „Das ist eine super Truppe“, sagt Sprecher Waldemar Wiedemann. Und er bestätigt, was Bürgermeister Christian Baron über die Konferenzen allgemein sagt: „Es wurde ganz viel Wissen ausgetauscht.“ In Hussenhofen ging es auch darum, Wissen zu sammeln: „Wir haben einen Fragebogen entwickelt. Wir haben fast 700 Haushalte, wo über 60-jährige leben“, so Wiedemann. Außerdem gab es im Bürgersaal eine erste Info-Veranstaltung. „Die ist toll angenommen worden, es waren 70 Leute da“, sagt Ortsvorsteher Josef Heissenberger. In Hussenhofen solle es künftig etwa ein Wanderangebot geben, Gymnastik für Senioren und kulturelle Veranstaltungen, erzählt er.

Ein weiteres Beispiel für Projekte, die vor Ort aus den Konferenzen entstanden sind, sind neu etablierte Mittagstische in Großdeinbach und Rehnenhof/Wetzgau. „Das sind gute, bewährte Modelle, niederschwellig, deshalb gibt es diese Mittagstische häufig“, findet Bürgermeister Baron. Dabei sind nicht nur Senioren beisammen. „Es kommen vorwiegend ältere Menschen, etwa 70 Prozent sind Senioren, dazu 20 Prozent mittelalte und 10 Prozent jüngere Leute, auch mit Kleinkindern“, sagt Renate Wahl. ⋌Bernd Müller

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