Im „Hirsch“ wird nun „Essa & Schwätza“ serviert

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Die Organisatoren des Deinbacher Mittagstisches "Essa & Schwätza" in der Gaststube des "Hirsch" : (v.li.) Renate Wahl, Christine Wirscher, Gerhard Medinger, Gerd Zischka und StefanZeller.
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Im ehemaligen Gasthaus in Großdeinbach wird es Ende April den ersten monatlichen Mittagstisch geben. Was genau geplant ist.

Schwäbisch Gmünd-Großdeinbach

Seit vielen Jahren geisterte das Thema eines offenen Mittagstischs in den Köpfen der Großdeinbacher herum. Nun wird die Idee in die Tat umgesetzt. Denn die Pflegekonferenz im vergangenen Jahr war quasi zum Geburtshelfer für einen solchen Mittagstisch geworden. Die Folge: Unter der Federführung von Christine Wirscher, Mitarbeiterin des Krankenpflegevereins in Großdeinbach, kann am Freitag, 29. April, um 12 Uhr zum ersten offenen Mittagstisch eingeladen werden. Und dies in einem ganz besonderen Ambiente, das mit Sicherheit bei manchem Gast Erinnerungen wachrufen könnte: im einstigen Gasthaus „Hirsch“. Das Gasthaus hatte vor über 20 Jahren zwar seine Pforten geschlossen, wurde aber durch die neue Besitzerfamilie Schäfer-Zeller aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst. Sprich, die einstige Gaststube wird wieder sporadisch geöffnet fürs offene Singen oder auch für Familienfeiern.

Christine Wirscher traf bei Stefan Zeller auf offene Ohren, als sie sich erkundigte, ob man in der einstigen Gaststube nicht einmal im Monat einen offenen Mittagstisch ausrichten könnte. „Das ist eine sinnvolle Sache und die unterstütze ich gern“, betonte Besitzer Stefan Zeller.

Der Blick in die Gaststube zeigt deutlich, wie willkommen hier die Gäste sind. Frische Frühlingsblumen und Tischdecken zaubern ein heimeliges Ambiente, wo man sich gern niederlässt. Christine Wirscher vom Krankenpflegeverein beschreibt, was das Ziel des Mittagstischs ist. Denn neben einem gemeinsamen Essen geht’s auch um Kommunikation und Gesellschaft.

„Gemeinsam statt einsam“, bringt es Renate Wahl vom Gmünder Seniorennetzwerk auf den Punkt. Sie wird sich darum kümmern, dass Gäste, die nicht mobil sind, durch einen Fahrdienst zum „Hirsch“ gebracht werden.

Vorsitzender Gerhard Medinger vom Krankenverein beschreibt, dass der Verein einst „die Unterstützung von Kranken, Alten und Behinderten“ aus pflegerischer Sicht in den Statuten festgesetzt hatte. Aber die Pflege wird mittlerweile von Organisationen und Dienstleistern übernommen. So habe man nun das Ziel, das Zusammensein in den Mittelpunkt zu rücken. „Wir wollen als Krankenpflegeverein Raum für Begegnung schaffen, zumindest für gelegentliche Treffen“, sagt er.

Großdeinbachs Ortsvorsteher Gerd Zischka macht deutlich: „Kommunikation ist unheimlich wichtig.“ Er meldete sich auch gleich als ehrenamtlicher Helfer in Sachen Bedienung bei der Premiere am Freitag, 29. April, um 12 Uhr an.

Fürs Essen sorgt das „Maultäschle“ vom Ort - jeweils zwei Essen und einmal vegetarisch sind pro Mittagstisch einmal im Monat im Angebot. Und die Anmeldung ist jeweils bis zum Montag davor erforderlich. „Wir müssen die Essen bestellen“, argumentiert Wirscher. Zum Essen gibt’s auch ein Rahmenprogramm in Form von Vorträgen. Etwa über Dienstleistungsanbieter für Senioren im Haushalt. Gern würde man es auch sehen, wenn Flüchtlinge vom Angebot Gebrauch machten.

Das ist eine sinnvolle Sache und die unterstütze ich gern.“

Stefan Zeller,, Gasthaus-Besitzer

Mittagstisch: Anmeldung erforderlich

Wer am Deinbacher Mittagstisch Platz nehmen möchte, kann sich beim Krankenpflegeverein Großdeinbach, Telefon (07171) 7799232, oder per E-Mail an nachbarhilfe-deinbach@t-online.de anmelden. Hier können sich auch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer melden. Die ersten Mittagstische finden am 29. April, 27. Mai, 24. Juni und 22. Juli statt.

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