Große Frustration über schleppende Planung

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Gremium von Rehnenhof-Wetzgau vermisst Fortschritt beim „Kuhstall“-Neubau.

Gmünd-Rehnenhof/Wetzgau.

„Es brennt lichterloh“, beschrieb Stefan Preiß die Situation bezüglich des „neuen“ Kuhstalls - des Dorfgemeinschaftshauses für Wetzgau im Himmelsgarten. Ortsvorsteher Johannes Weiß stellte hörbar frustriert fest, dass er dazu seit vergangenem November über 20 Gespräche geführt habe. „Und es hat sich nichts getan.“

Dabei ist tatsächlich Eile geboten, denn wenn bis Februar nicht mit dem Bau gestartet wird, „ist der Zuschuss weg“, prophezeite Weiß. Dieser beläuft sich auf 96 000 Euro und würde aus dem Landesprogramm „Entwicklung Ländlicher Raum“ kommen. Dabei sah es zu Beginn bezüglich der Planungen gut aus. Zwei Bauspezialisten aus dem Gremium des Ortschaftsrats, Bauingenieur und Gutachter Eduard Bertsch und Stefan Preiß, dessen tägliches Brot Bauten sind, hatten sich im Vorfeld um einiges gekümmert. So liege der Stadtverwaltung seit geraumer Zeit eine durchgerechnete Kalkulation von Preiß bezüglich der Dämmung vor - um so an eine KfW-Förderung zu kommen, im besten Fall 74 000 Euro.

Ortsvorsteher Weiß berichtete davon, dass das Amt für Gebäudewirtschaft klar signalisiert habe, dass sich die Ortschaftsräte aus der Planung raushalten sollen. „Es wurde gesagt, dass der Ortschaftsrat keine Ahnung hat.“ Entsprechend irritiert reagierte das Gremium am Freitag in seiner Sitzung, denn das Amt für Gebäudewirtschaft selbst hat einen Entwurf vorgelegt, der Zweifel aufkommen lässt. Etwa bezüglich eines Holzbodens und eines Streifenfundaments. Bertsch machte klar, dass er einer solchen Konstruktion nur zustimmen könne, wenn diese ihm vorab vorgelegt werde. „Das ist mein täglich Brot“, erinnerte der Bauingenieur. Preiß hatte die Zeitschiene vor Augen. Er warnte eindringlich, dass nun ausgeschrieben werden müsse. „Wir haben alles gerechnet und übergeben. Die Zuschüsse kann man schnell generieren.“

Sebastian Fritz bezeichnete das Agieren des Amts für Gebäudewirtschaft als „Rumgeeier“. Stadtrat und Architekt Karl Miller hatte sich nun zudem eingeschaltet und ein Pult-, statt eines Satteldachs vorgeschlagen. Grund: mehr Fläche für Photovoltaik. Dies sahen die Ortschaftsräte von Rehnenhof und Wetzgau ebenso. Weiß mutmaßte hörbar frustriert, dass das Amt für Gebäudewirtschaft „dieses Projekt in dieser Art nicht will. Und wenn der ELR-Zuschuss wegen der Frist wegbricht, ist es 'rum.“ Preiß forderte: „Das muss angetrieben werden, sonst wird das Ganze nichts mehr.“ Im November kommt Oberbürgermeister Richard Arnold in die Sitzung. Dann will Weiß auf die zeitlichen Probleme beim neuen „Kuhstall“ aufmerksam machen.

Einstimmig sprach sich der Ortschaftsrat dagegen aus, als Organisator des Weihnachtsmarkts aufzutreten. Grund ist der finanzielle und personelle Aufwand aufgrund der Corona-Bedingungen. Denn der Kirchplatz müsse dafür komplett eingezäunt werden. Anja Jantschik

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