Hallenbad-Häppchen aus Versehen oder Kalkül

+
Michael Länge
  • schließen

Drei oder vier Sätze am Rande einer Haushaltspressekonferenz.

Ob Versehen oder Kalkül: Oberbürgermeister Richard Arnold und Stadtkämmerer René Bantel haben am Mittwoch in den Haushaltsreden 2022/23 eine erneute Diskussion über das Hallenbad in der Goethestraße losgetreten. Mit eigenen Ideen hielt die Stadtspitze dabei hinter dem Berg, will zunächst in den Gemeinderat hineinhorchen.
Die Gmünder Tagespost hat für die Stadtspitze „vorgehorcht“. Und fasst zusammen: Die Stadtspitze hat die Stadträte mit ihrem Hallenbad-Häppchen kalt erwischt. Das spricht fürs Kalkül. Mehrere Räte sagen: Gmünd hat aktuell andere Aufgaben. Das stimmt. An vorderster Stelle steht der Technologiepark Aspen. Hier ist die Stadtspitze, will sie Gmünds aktuell noch erfreulich niedrige Arbeitslosenquote halten, geradezu zum Erfolg verdammt. Damit Hand in Hand gehen muss bezahlbarer Wohnraum - im Einklang mit Klimaschutz und maßvollem Flächenverbrauch. Herkulesaufgaben. Weshalb da eine Hallenbad-Diskussion aufmachen? Also doch: eher Versehen.⋌
Die Stadträte fordern - zurecht - Informationen über das Hallenbad und den Stand der Sanierung. Dazu Daten zu ins Kraut schießenden Energiepreisen. Für 2022 rechnen die städtischen Bäderbetriebe mit 690 000 Euro. Knapp 68 Prozent mehr als 2021.⋌
Solche Zahlen müssenauf den Tisch als Basis für eine ernsthafte Diskussion zur Zukunft des Hallenbads. Ergäbe diese, dass ein Neubau trotz weiterer Verschuldung bei niedrigen Zinsen am Ende der hohen Energiepreise wegen der Stadt Einsparungen brächte, dann ergäbe eine erneute Diskussion durchaus Sinn. Ob Versehen oder Kalkül ... ⋌Michael Länge

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare