Heimat für Vereine und Ehrenamt

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Neben dem Himmelsstürmer gibt's bald eine weitere Baustelle: Das neue Dorfgemeinschaftshaus soll dort entstehen.
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Der Bauausschuss begrüßt einstimmig den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses in Rehnenhof-Wetzgau. OB Arnold deckelt Kosten auf 330 000 Euro.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau

Die Vereine in Rehnenhof-Wetzgau und die Ehrenamtlichen im Himmelsgarten bekommen ein Dorfgemeinschaftshaus „als Heimat“, wie Oberbürgermeister Richard Arnold sagte. Allerdings sagte er am Mittwoch im Bauausschuss des Gemeinderats auch sehr klar: Es darf nicht mehr als 330 000 Euro kosten.

Nachdem der Kuhstall im Himmelsgarten nicht mehr als Treffpunkt zur Verfügung steht, hatten die städtischen Amtsleiter Christian Joswig und Gerhard Hackner eine Planung für ein Ersatzgebäude und eine Landesförderung ausgetüftelt.

Das ganze Jahr nutzbar

Was zunächst nur als Treffpunkt für die Ehrenamtlichen während der Saison des Himmelsgarten gedacht war, musste nun zu einem ganzjährigen nutzbaren Versammlungsort werden. Denn der Ortsvorsteher von Rehnenhof-Wetzgau, Johannes Weiß (der übrigens am Mittwoch Geburtstag hatte), informierte, dass der bisherige Raum für die Vereine in der Schule nicht mehr zur Verfügung steht. Deshalb stellte Christian Joswig nun die Planung für ein wärmegedämmtes Holzgebäude mit Photovoltaik-Anlage auf dem Dach vor, das auf einer derzeit schon asphaltierten Fläche nördlich des Himmelsstürmers gebaut werden könnte. Die Ganzjahres-Nutzbarkeit hat ihren Preis: 91 000 Euro mehr als zunächst geplant, nämlich 330 000 Euro. Bei Bedarf wäre das Haus auch erweiterbar.

Bürger helfen

Erfreut zeigten sich Verwaltung und Stadträte, dass Ortsvorsteher Johannes Weiß ankündigte, dass die Bevölkerung das Vorhaben mit mindestens 20 000 Euro Spenden unterstützen wird.

CDU-Stadtrat Martin Bläse meinte, der Bau wäre eine zusätzliche Aufwertung für den schon sehr attraktiven Himmelsgarten. Allerdings lasse die Finanzlage der Stadt eine Erweiterung zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu. Zu prüfen wäre, ob das Haus in einer besseren Energieeffizienz als bisher geplant (KfW 50) gebaut werden könnte.

Dieser Punkt bereitet auch den Grünen Kopfzerbrechen. Sie möchten mindestens die Energieeffizienzklasse KfW 40 haben. Das stellten Barbara Bijok und Karl Miller klar. Und außerdem, so Bijok, würde ein Pultdach besser neben den modernen Himmelsstürmer passen. Zudem könne geprüft werden, ob die Fläche unter dem Haus nicht gleich entsiegelt werden könnte. Das gehe, antwortete Christian Joswig - aber ebenso wie die bessere Energieeffizienz mit Mehrkosten.

Johannes Zengerle begrüßte für die SPD-Fraktion dieses Vorhaben. Doch auch er forderte, eine bessere Energieeffizienz zu prüfen. Andreas Benk (Linke) meinte, der Himmelsgarten sei wertvoll für die gesamte Stadt. Deshalb sprach auch er sich für den Bau aus, der zudem das Ehrenamt unterstütze. Unterstützung kündigte auch FDP-Stadtrat Dr. Peter Vatheuer an. Brigitte Abele (BL) unterstrich, dass die Vereine des Teilorts und die Ehrenamtlichen diesen Bau brauchen. Der Himmelsgarten sei gerade für Familien ein wichtiger Anlaufpunkt.

8500 Euro mehr

FWF-Stadträtin Constance Schwarzkopf-Streit regte an, zu prüfen, ob auf dem Dach auch eine größere Photovoltaik-Anlage installiert werden kann. Stadtkämmerer René Bantel rechnete aus, dass die von vielen geforderte bessere Energieeffizienz abzüglich der dann auch höheren Förderung rund 8500 Euro mehr kosten würde.

Nach all diesen Vorschlägen warnte Martin Bläse allerdings davor, immer mehr Zusatzwünsche draufzusatteln und das Projekt zu verteuern. OB Arnold stellte klar, dass 330 000 Euro die Obergrenze der Kosten sein müssten. Und: Das Dorfgemeinschaftshaus müsse bis Herbst 2022 zumindest teilweise nutzbar sein.

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