Hilfseinsatz der Evangeliums-Christengemeinde im Ahrtal

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Evangeliums-Christen Ehrenamtlicher Einsatz von Jugendlichen in den Überflutungsgebieten

Etwa 30 junge Leute helfen ehrenamtlich im Katastrophengebiet.

Hussenhofen/Ahrtal. Fast vier Wochen ist es her, seit die Fluten eine Schneise der Verwüstung im Ahrtal und weiteren Gebieten hinterlassen haben. Die Not der betroffenen Menschen ist nach wie vor groß, da neben immensen materiellen Schäden auch der Verlust von Angehörigen verkraftet werden muss. Die Evangeliums-Christengemeinde in Hussenhofen erreichte die Anfrage, ob nicht einige Helfer vor Ort mit anpacken könnten. Da die Gemeinde über eine lebendige Jugendarbeit verfüge, erklärten sich kurzfristig etwa 30 junge Leute bereit ihr Wochenende in diese ehrenamtliche Arbeit zu investieren. Das teilt die Evangeliums-Christengemeinde- Hussenhofen mit.

Mit Werkzeugen ausgestattet startete man früh morgens, um rechtzeitig um 9 Uhr im Ahrtal anzukommen, wo sie bereits von ehrenamtlichen Koordinatoren erwartet wurden. Nach wie vor prägten zerstörte Häuser, unbrauchbare Fahrzeuge, Schuttberge und Schlamm das Bild. Und das fortwährende Stakkato unzähliger Bohrhämmer in den Häusern bildete den akustischen Hintergrund - der vollgesogene Putz und Estrich musste entfernt werden. So begaben sich die Teams an ihre Aufgabe und entfernten Fliesen, Mauerwerk und reinigten die Keller sowie Gärten von der Schlammschicht. Diese Arbeit war kraftzehrend, denn häufig musste der Bauschutt in Eimern mittels einer Menschenkette von innen nach außen transportiert werden. „Trotz dieser Anstrengung haben wir die Arbeit genossen“, berichtete ein Jugendlicher. „Wir hatten eine gute und entspannte Atmosphäre in unserem Team und es bereichert einen selbst, wenn wir helfen können und sehen, dass diese Arbeit wirklich etwas bewirkt. Die Erleichterung durch diese Unterstützung war bei den Hauseigentümern spürbar“.

Einige aus der Jugendgruppe hatten die Aufgabe mit einem Bollerwagen voller Kaffee, Kekse und anderen Getränken von Haus zu Haus zu ziehen, um den arbeitenden Menschen eine kostenlose Stärkung anzubieten und für Gespräche und aufmunternde Worte zur Verfügung zu stehen. Eine große Unterstützung sei das Deutsche Rote Kreuz gewesen, das für alle ehrenamtlichen Helfer ein Mittag- und Abendessen bereitstellte und bei Verletzungen half.

Um 22 Uhr wurden dann die letzten Aufgaben beendet. Müde und erschöpft, aber nach wir vor in guter Stimmung, begab man sich in das Gebäude einer lokalen Kirchengemeinde um eine Dusche zu genießen und den Tag in einer guten Gemeinschaft ausklingen zu lassen bevor man sich in die Schlafsäcke einrollte.

Evangeliums-Christen Ehrenamtlicher Einsatz von Jugendlichen in den Überflutungsgebieten

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