Himmelsgarten erwacht so langsam

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Das Blütenfest zum Saisonauftakt in Wetzgau ist für den 24. April geplant. Viele Angebote soll es aber schon früher auf dem Gelände der einstigen Landesgartenschau geben.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau

Mit dem Blütenfest am Sonntag, 24. April, wollen die Macher im Wetzgauer Himmelsgarten die Saison offiziell eröffnen. An dem Tag werden sich beispielsweise die Streuobstguides präsentieren, es wird Musik und Programm geben, wie Gmünds Ehrenamtskoordinatorin Carmen Bäuml erklärt. Das genaue Programm stehe noch nicht fest, weil auch die dann geltenden Corona-Auflagen noch unklar seien. Auf jeden Fall freuten sich alle schon riesig, dass wieder Leben in den Himmelsgarten kommt.

Die Kugelbahn: Die Carina-Vogt-Schanze und das erste Stück der Bahn vom Himmelsgarten in den Taubentalwald seien auch in den Wintermonaten gut genutzt worden, weiß Carmen Bäuml. Die Mitarbeiter hätten des Öfteren die Automaten mit den Holzkugeln auffüllen müssen. Der untere Teil der Kugelbahn bis in die Stadt öffne, sobald es das Wetter zulasse. „Der Holzsteg dort ist sehr rutschig“, weiß die Koordinatorin. Die Ruhemonate würden auch genutzt, um beschädigte Teile der Kugelbahn zu erneuern. Spätestens an Ostern rechnet Carmen Bäuml damit, dass die Kugeln wieder komplett bis ins Tal sausen können.

Blumenbeete: Die Mitarbeiter der Gmünder Stadtgärtnerei kümmern sich um die Blumenbeete im Himmelsgarten. „Es wird wieder alles erblühen“, schwärmt Bäuml, die sich ganz besonders auf viele Tulpen in allen Farben freut. Die Weleda-Gärten werden ebenfalls hergerichtet, seien aber nur bei bestimmten Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Kunsthandwerkermarkt, zugänglich.

Spielgolf: Ralf Bähr und sein Team bereiten derzeit die Spielgolf-Bahnen vor. „Wir müssen alles sauber putzen und wieder frisch einsanden“, sagt er. Am Freitag, 1. April, soll die Anlage erstmals wieder öffnen. Zur Spielgolf-Anlage gehören 18 Bahnen. Zudem können Besucher dort Fußball-Billard spielen - auf einem überdimensional großen Billardtisch mit speziellen Fußbällen. Zur Anlage gehört ein Kiosk. Welche Corona-Auflagen ab April gelten, das könne er bislang noch nicht sagen. Auf jeden Fall müsse er die Preise etwas erhöhen, „weil alles teurer wird“, erklärt Ralf Bähr. Sie seien aber noch immer „familienfreundlich“ kalkuliert. Geöffnet ist die Anlage dann montags bis freitags ab 14 Uhr, samstags, sonntags und in den Schulferien ab 10 Uhr.

Himmelsstürmer: Am Ostersonntag, 17. April, soll der Himmelsstürmer-Turm seine Türen erstmals wieder öffnen. Das wäre der Wunsch Dr. Werner Schlummers, Vorsitzender des Freundeskreises Himmelsstürmer. Er möchte in den nächsten Tagen klären, welche Corona-Auflagen es für den Besuch des Turmes geben soll. Wenn jeder Besucher des Turmes kontrolliert werden müsste, „dann kriegen wir das nicht hin“, sagt Schlummer. Schließlich seien die Mitglieder alle ehrenamtlich im Einsatz. In den nächsten Wochen müssten am Turm zudem kleinere Reparaturen erfolgen. Beispielsweise haben sich Bleche an einigen Fensternischen gelöst. Hier benötige der Verein Unterstützung seitens der Stadtverwaltung. Werner Schlummer hofft auf einen Start Mitte April, denn wenn er oben am Turm oder im Turmstüble sei, fragten sehr viele Besucher des Himmelsgartens, wann es denn wieder losgehe.

Kletterwald: Der „skypark“ mit seinen 13 verschiedenen Kletter-Parcours hat seine Eröffnung für Sonntag, 20. März, angekündigt. Schon jetzt können Interessierte online einen Termin reservieren. Ein weiteres Angebot ist Bogenschießen im Wald. Auch hierfür ist eine Vorabreservierung übers Internet notwendig. Die genauen Öffnungszeiten des Kletterwaldes, der bewirteten Waldschänke und die Corona-Regeln gibt's online unter www.skypark.de.

Tiere: Wegen einer Rattenplage mussten im vergangenen Sommer sämtliche Tiere - Hühner, Gänse, Ziegen und Alpakas - im Himmelsgarten weichen. Die Rattenplage dort sei weitestgehend eingedämmt, sagt Carmen Bäuml. Sämtliche Gehege seien abgedampft worden. Mitarbeiter des Baubetriebsamtes haben die Zäune neu gerichtet und die Netze repariert. Die Tiere könnten wieder einziehen, sobald es die Witterung erlaubt. Auch die Alpakas werden wieder in den Himmelsgarten kommen, aber erst wenn das Gras hoch genug gewachsen sei. „Sonst haben die Tiere nichts zu fressen“, erklärt die Ehrenamtskoordinatorin.

Parken: Damit die Stadtverwaltung die Infrastruktur im Himmelsgarten weiterhin vorhalten könne, seien in der vergangenen Saison erstmals Parkgebühren fällig gewesen. Das sei nicht bei allen Gästen gut angekommen. Ehrenamtliche haben an die Autofahrer Tagestickets zu je zwei Euro verkauft. „Sie mussten sich viel Gemecker anhören“, sagt Carmen Bäuml. Nun habe die Stadt Parkautomaten für den Himmelsgarten bestellt, die zum Saisonstart aufgestellt werden sollen. Vermutlich werde es beim Tagestarif von zwei Euro bleiben. Das sei aber noch nicht endgültig geklärt.



Seit acht Jahren gibt's den Himmel über Gmünd

  • Der Wetzgauer Himmelsgarten wurde zur Landesgartenschau 2014 errichtet. Zusätzlich zu den genannten Attraktionen bietet der Park einen Wasserspielplatz, einen Dinosaurier-Garten, ein Streuobstzentrum, einen Imkerpavillon und einen Forstpavillon. Direkt angrenzend können die Besucher durch den großen Garten des christlichen Gästezentrums Schönblick spazieren.
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