Himmelsstürmer nach dem 1. Juni wieder offen

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Im Juni wird der Freundeskreis Himmelsstürmer den Aussichtsturm im Himmelsgarten wieder täglich öffnen. Der Turm hatte wegen Vandalismus geschlossen werden müssen. Foto: Tom
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Nach der Schließung wegen Vandalismus wird die Saison des Aussichtsturms fortgesetzt. Freundeskreis hat Ideen bis hin zum Schnullerbaum.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau

Gute Aussichten für die Gmünder und die Besucher der Stadt:  Nach Wochen der Schließung wird der Aussichtsturm im Himmelsgarten in Rehnenhof-Wetzgau wieder geöffnet. Das kündigt der Vorsitzende des Freundeskreises Himmelsstürmer, Werner Schlummer, auf Anfrage der Gmünder Tagespost an.

Mitte  Mai musste der Turm, der inzwischen zu einem  der Wahrzeichen Gmünds geworden ist, überraschend geschlossen werden. Grund:  Vandalen hatten in dem außergewöhnlichen Bauwerk gehaust. Unter anderem hatten sie vier Feuerlöscher entleert und den Inhalt auf verschiedenen Plattformen des Turms verteilt.  Zudem haben die Unbekannten Stufen, Wände  und Tafeln mit Edding-Stiftenbeschmiert. Auch andere Schäden ließen sie zurück. Am Dienstag hat zum Beispiel ein Mitarbeiter des städtischen Bauhofs  den beschädigten Riegel  ausgetauscht - ein so genanntes Panikschloss,  das ermöglicht, dass Menschen auch nach draußen kommen, wenn die Tür abgeschlossen ist. Die entleerten Feuerlöscher werden derzeit im Florian aufgefüllt. "Die gröbsten Schäden sind beseitigt", bilanziert Schlummer den Stand der Dinge. Er würdigt vor allem den Einsatz der Stadt, Bauhof-Mitarbeiter hätten sich auch  bei der Beseitigung der Schmierereien verdient gemacht. Zudem, so der Freundeskreis-Vorsitzende, hat die Stadt einen Wartungsvertrag mit der Baufirma des Turms abgeschlossen. Als erstes Ergebnis aus diesem Vertrag werden nun Bleche in den Luken,  die teilweise recht lose seien,  wieder befestigt. Als Termin dafür ist der 1. Juni vorgesehen. Erst wenn das erledigt und damit die Sicherheit auch für  Passanten im Umfeld des Turms wieder vollständig gewährleistet ist, werde der Himmelsstürmer geöffnet.

Der genaue Termin werde noch rechtzeitig mitgeteilt, versichert Werner Schlummer.  Eine besondere Eröffnungsaktion wird es nicht geben. Immerhin hatte der Freundeskreis  die Saison   im Mai bereits sehr erfolgreich gestartet Schätzungsweise 3000 Besucher seien allein in der ersten Woche gekommen.

Als Konsequenz  aus dem Vandalismus denken die Verantwortlichen darüber nach, ob sie  das Bauwerk mit Kameras ausstatten sollen, um solche Randalierer wenigstens identifizieren zu können.  Dieses Mittel habe der  Freundeskreis am nahen Salvator ebenfalls eingesetzt.  Im Turm müssten dann allerdings alle Plattformen mit Kameras ausgestattet werden, was mit hohen Kosten verbunden wäre. "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen", sagt  der Vorsitzende der Himmelsstürmer-Freunde.

Derzeit gibt es rund 270 solcher Freunde, die die Betreuung des Turms und die Öffnung während der Sommermonate durch ihre Mitgliedsbeiträge oder aktiven Einsatz unterstützen.  Der Altersdurchschnitt sei hoch, die Mitgliederzahl sinke leicht, berichtet Schlummer.  Deshalb  gebe es auch Überlegungen, wie der Verein junge Familien ansprechen und so  über die Eltern Kinder als Mitglieder gewinnen kann.  "Ein schwieriges Thema, das ist uns bewusst", sagt Schlummer. Er denkt zum Beispiel an gemeinsame Aktionen mit der Musikschule oder der Jugendkunstschule nach.  Konkretes gebe es in dieser Richtung jedoch noch nicht. Auch der Kinderschutzbund wäre ein möglicher Ansprechpartner. In dieser Kooperation könnte der Nussbaum vor dem Turmstüble zu einem so genannten Schnullerbaum  umfunktioniert werden.  Dort könnten Eltern  den Schnuller ihres Kinder  an einen Zweig hängen - wenn absehbar ist, dass die Kleinen  ohne dieses "Must have" der Babyzeit auskommen.  Da Eltern und Kinder so "ihren" Schnuller immer wieder besuchen können, fällt unter Umständen die Entwöhnung leichter, meinen Experten.

Die gröbsten Schäden sind beseitigt."

Werner Schlummer,, Freundeskreis-Vorsitzender

Viel Rauch im Holzturm

Die Helfer des Freundeskreises sorgen auch für die Sauberkeit im Himmelsstürmer. Dabei  finden sie immer wieder auffallend viele Nussschalen,  zum anderen aber "jede Menge Zigarettenkippen" - trotz Rauchverbots.  Fürs Rauchen in einem Holzgebäude, das zu so großen Teilen aus Holz besteht, hat Freundeskreis-Vorsitzender Werner Schlummer gar kein Verständnis.

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