Hoffnungsfahnen sollen im Lindacher Wind wehen

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Gemeindereferentin Eva Maria Seyschab möchte mit der Aktion „Durch den Wind!“ für Mut und Kraft sorgen. Teilnehmen darf dabei jeder.

Schwäbisch Gmünd-Lindach

Einen Mutmacher in diesen Zeiten kann wirklich jeder vertragen. Passend zum jährlichen Pfingstfest und auch dem Patrozinium, sozusagen dem Namenstag der Heilig-Geist- Kirche in Lindach, hat Gemeindereferentin Eva Maria Seyschab die Aktion „Durch den Wind!“gestartet. Dabei sei die ganze Kirchengemeinde eingeladen, einen Mutmacher zu verfassen, sagt Seyschab.

Was es dazu braucht? Ein Edding, ein alter Stofffetzen (ein altes T-Shirt geht auch) und einen Spruch, darüber was einen bewegt oder was einem Mut macht oder auch nur einen Satz wie: „Ich bin mit dir“ oder „Hab Vertrauen.“

„Die Kirche stellt das Material allerdings nicht zur Verfügung“, erklärt Seyschab. Das müssten die Besucherinnen und Besucher selbstständig mitbringen. Für die Stoffe ist rund um die Heilig-Geist-Kirche eine Leine gespannt, an der sie angehängt werden können. Die Aktion läuft bis Sonntag, 30. Mai.

Besonders für Seyschab sei diese Aktion etwas Besonderes. Nicht nur dass sie das erste Mal stattfindet, sondern auch gleichzeitig Mut macht. „Wir müssen einfach weiter hoffnungsvoll in die Zukunft schauen“, sagt die Gemeindereferentin. Es sei schade, dass nicht alles wie gewohnt gefeiert werden kann. Neben dem Pfingstfest und dem Patrozinium sollte auch das 50-jährige Bestehen der Kirche gefeiert werden. „Das hat allerdings aufgrund der Corona-Pandemie an Beachtung verloren“, sagt sie. Es könnte sowieso nicht wie gewohnt stattfinden.

Hintergrund der Feste

Das Pfingstfest und das Patrozinium der Heilig-Geist-Kirche fallen auf denselben Tag und können auch als Gründungsfeste gesehen werden. „Denn bereits seit dem 4. Jahrhundert – und wahrscheinlich zuerst in Jerusalem – entwickelte sich in der Kirche das Pfingstfest als Feier der Herabkunft des Heiligen Geistes“, erklärt Seyschab die Ursprünge. Der Name Pfingsten leite sich auch vom griechischen Pentekoste ab: der fünfzigste Tag. Denn 50 Tage nach Ostern vollendet sich die Osterzeit mit dem Pfingstfest.

Was für die Gemeindereferentin sehr erfreulich ist, ist der Präsenzgottesdienst. Dieser könne aufgrund der stetig sinkenden Inzidenzzahlen wieder stattfinden. „Wir sind froh, die Gemeindemitglieder wieder in der Kirche zu begrüßen“, sagt sie weiter. Natürlich gelten aber auch dabei weiterhin die Corona-Regelungen: „Mundschutz und die Abstandsregelungen“, erklärt sie. Auch die Plätze in der Kirche seien begrenzt. „Insgesamt dürfen bei einem Gottesdienst 40 Gäste in die Kirche“, sagt Seyschab. Doch das sei ausreichend. „Der Platz reicht immer für unsere Besucher.“ Insgesamt sind am kommenden Wochenende fünf Gottesdienste geplant.

Die Mitmachaktion „Durch den Wind!“- Die Aufgabe ist einfach: ein Stück Stoff herzunehmen, einen Spruch oder ein Hoffnungswort aufzuschreiben und diesen an die angebrachte Leine an der Heilig-Geist-Kirche in Lindach anzubringen. Das Ziel ist es, so viele Fahnen wie möglich an die Leine zu hängen, um den Menschen weiterhin Kraft und Hoffnung zu geben. Aber auch das Gefühl zu schaffen, dass in dieser Zeit niemand alleine ist. Die Aktion läuft noch bis Sonntag, 30. Mai.

Wir müssen weiterhin hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.“

Eva Maria Seyschab,, Gemeindereferentin

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