Hussenhofen fordert ein Verkehrskonzept

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Geplante Schließung der Bargauer Straße in Zimmern birgt Diskussionsbedarf.

Schwäbisch Zahlreiche Bürger konnte Ortsvorsteher Josef Heissenberger am Dienstag auf der Sitzung des Ortschaftsrates des Stadtteils Hussenhofen mit Hirschmühle, Zimmern und Burgholz, angelockt vom Thema „Anbindung Gügling an die Ortsumfahrung Bargau“ begrüßen.

Heissenberger merkte an, es gehe bei dem Tagesordnungspunkt um die Vorberatung über den Aufstellungsbeschluss, der Ortschaftsrat sei nicht das „entscheidende Gremium“. Die Details zum Aufstellungsbeschluss des Verfahrens erläuterte der Leiter des Gmünder Amtes für Stadtentwicklung, Gerhard Hackner. Durch die Erweiterung des Gewerbegebiet „Gügling Nord“ muss die dortige Lise-Meitner-Straße in Richtung Osten weiter ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang werde die schon länger angedachte direkte Anbindung des Gewerbegebiets Gügling Nord an die Güglingstraße und an die Ortsumfahrung Bargau, der L 1161, mit geplant. Die neue Straße soll zudem als Anbindung für den nachhaltigen Technologiepark Aspen dienen. Durch die Verlängerung der Lise-Meitner-Straße und einer neuen Anbindung an die Güglingstraße entstehe ein Ringschluss, es sei durch die geplanten neuen Straßenverbindungen und die neugeplanten Gewerbeflächen mit Änderungen des Verkehrsaufkommens zurechnen.

Um Zimmern vom Durchgangsverkehr Richtung Gügling zu entlasten solle gleichzeitig mit der neuen Anbindung an die Bargauer Ortsumfahrung die bestehende Verbindungsstraße vom Gügling nach Zimmern in eine Radschnelltrasse umgewandelt werden, auf der nur nochlandwirtschaftlicher Verkehr und Radfahrer fahren dürfen. Nach Ansicht des Ortsvorstehers Heissenberger werde sich die verkehrliche Situation durch die „perspektivischen Erweiterungsflächen“ der Stadt in Hussenhofen stark verändern. Mit Blick auf die Ortsteile sei ein Verkehrskonzept erforderlich.

Georg Zimmermann zollte dem Amt für Stadtentwicklung „höchstes Lob“, sollte der Gügling ans Radnetz angeschlossen werden und sah darin einen „Wendepunkt“ für die Hirschmühle und Zimmern. Es sei ein „historischer Moment“ für die zwei Ortsteile, die jetzt die Chance bekommen, sich anders zu entwickeln. Gerrit Pröll befürchtet im Gegenzug dass die Verkehrsbelastung von Iggingen her kommend, in Hussenhofen steigen werde. Regina Wiedemann forderte einen „gemeinsamen Verkehrsplan“ um für den „Flaschenhals“ in Gmünds Osten eine Lösung zu finden, dies sei die Voraussetzung für die Erweiterung des Gewerbegebiets. Der Ortsvorsteher fasste zusammen, für Zimmern und die Hirschmühle hätte die Änderung Vorteile, bringe aber Nachteile für Hussenhofen mit sich. Der Ortschaftsrat möge sich grundsätzlich für den Technologiepark Aspen positionieren, die Stadt aber die möglichen Auswirkungen der Straßenschließung ausführlich betrachten. Hackner verwies darauf, mit dem Aufstellungsbeschluss stehe man noch ganz am Anfang des Verfahrens, eine überregionale Verkehrsanalyse werde benötigt um auch die Bürgerschaft über die zu erwartenden geänderten Verkehrsströme zu informieren.

Alexander Groll, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung,m hielt die Diskussion für zu früh, erst mit dem Entwurfsbeschluss gehe man ins Detail, die Stadt wolle das Thema gemeinsam mit den Bürgern angehen. Thomas Kaiser forderte ausdrücklich, das Verkehrskonzept müsse in die Planungen mit einfließen „nicht erst hinterher“. Die Forderung des Gremiums nach einem umfassenden und ausführlichen Verkehrskonzept soll in die Planung mit einfließen „bevor weitere Entscheidungen fallen“, fasste der Ortsvorsteher zusammen. Andrea Rohrbach

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