Anbau mit Brücke und frisch Gekochtem

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Blick von der Verbindungsbrücke zwischen Grundschule und neuem Anbau der Mozartschule in Hussenhofen: Noch befindet sich der erste Bauabschnitt im Rohbau; der zweite Teil, die Aufstockung auf das ehemalige Hauptschulgebäude der jetzigen Gemeinschaftsschu
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Noch befindet sich die erste Erweiterung der Mozartschule im Rohbau, doch bereits im November sollen Mensa und weitere Räume fertiggestellt sein. Ende des Jahres soll die Aufstockung auf das ehemalige Hauptschulgebäude beginnen.

Schwäbisch Gmünd-Hussenhofen

Kabel hängen von den Decken, Anschlüsse für Waschbecken staken aus unverputzten Wänden, auf blankem Beton stapelt sich Baumaterial: Noch ist kaum vorstellbar, dass der Anbau Süd der Mozartschule in Hussenhofen im November vollendet ist. Doch davon geht Architekt und Bauleiter Ulrich Weik fest aus, als er mit dem Ersten Bürgermeister Christian Baron und dem Leiter des Schul- und Sportamts, Klaus Arnholdt, am Donnerstag durch den Rohbau führt. Etwa 750 Quadratmeter Fläche gewinnt die Schule mit dem ersten Erweiterungsschritt dazu. Der zweite, die Aufstockung auf den Nordteil des ehemaligen Hauptschulgebäudes, werde weitere 650 Quadratmeter Raum bringen, diese Arbeiten sollen Ende des Jahres beginnen, sagt Weik.

Die Stadtverwaltung sei "froh, dass wir diesen Weg gegangen sind", sagt Arnholdt zur Entscheidung vor etwa acht Jahren, in Hussenhofen die neue Schulart Gemeinschaftsschule zu etablieren, die "über ein anderes Raumprogramm an den Unterricht" herangehe. Dafür habe die Stadt in die Friedensschule auf dem Rehnenhof 4 Millionen Euro investiert, an der Mozartschule werden es - ohne Außenanlagen - rund 7,8 Millionen Euro sein, davon 4,4 Millionen für die Generalsanierung und 3,4 Millionen für die Erweiterung. Dafür sei die Schule - auch dank eines sehr engagierten Kollegiums - "stabil zweizügig". Zufrieden mit diesem Weg und der nun damit verbundenen Erweiterung ist auch Ortsvorsteher Josef Heissenberger. Die Schülerzahlen steigen seit der Umstellung kontinuierlich, von 240 Schülern 2014/15, dem letzten Schuljahr als Grund- und Werkrealschule, auf nun für 2021/22 angemeldete 416 Schüler, davon 164 Grundschüler und 262 Sekundarstufenschüler.

Im aktuellen Erweiterungsbereich entstehen ein großes Lehrerzimmer, Räume für Schüleraufenthalt und Betreuung, Bibliothek, Gruppen- und Nebenräume und Lerninseln im offenen Flur im Obergeschoss. Was schon von außen ins Auge sticht: die Brücke als direkte Verbindung und zweiter Fluchtweg zur Grundschule, an der noch die Überdachung fehlt. Im Zusammenspiel mit einem neuen Aufzug, der ins Obergeschoss des Anbaus führt, werde auch das Obergeschoss des Grundschulbaus barrierefrei zugänglich, sagt Baron. Auch der Pausenhof werde barrierefrei gestaltet, ergänzt Weik.

Auf eine weitere "bauliche Besonderheit" weist Arnholdt im Erdgeschoss hin. Dort entsteht eine Küche, in der ein Team täglich frisch kochen wird, direkt im Anschluss an die neue Mensa. Die sorgt für begeistere Ausrufe bei Baron und Arnholdt, denn von den 120 Plätzen drinnen öffnen bodentiefe Fenster auf der gesamten Wandbreite den Blick aufs Grün. Dort soll eine Terrasse entstehen, direkt dahinter schließt das Biotop an der Rems an, erklärt Weik. Angesichts der hohen Akzeptanz der Ganztagsschule geht Arnhold davon aus: Die Mensa "wird gut ausgelastet sein". Heissenberger liefert die Zahlen: Im Normalbetrieb habe die Schule pro Jahr 25 000 bis 28 000 Essen ausgegeben. Zu bisher vier Wochentagen mit 50 bis 250 Essen komme nun ein weiterer dazu.

Aktuell herrscht Ruhe auf der Baustelle, doch nächste Woche sind die Handwerkerferien zu Ende, sagt Weik. Sämtliche Gewerke seien bereits vergeben. Dass Mitte September wieder knapp 500 Schülerinnen und Schüler samt Lehrkräften durch die Gebäude wuseln, macht ihm keine Sorgen. Es habe "bisher überhaupt keine Probleme" gegeben, zumal einige Container als Ausweichquartiere bereitstehen. Und im November sollen die Arbeiten am ersten Teil der Erweiterungabgeschlossen sein. Der zweite Teil, die Aufstockung aufs ehemalige Hauptschulgebäude, soll Ende 2022 vollendet, die Generalsanierung ein weiteres Jahr später abgeschlossen sein, sagt Weik. Acht Jahre werden dann Bauarbeiten an der Mozartschule gelaufen sein. Denn losgegangen, erzählt der Bauleiter, ist es dort 2016 mit Arbeiten im Sanitärbereich.

Wir sind froh, dass wir diesen Weg gegangen sind."

Klaus Arnholdt ,, Leiter des Sc, hul, - und Sportamts
Auf der neuen Brücke zwischen Grundschulbau und neuem Anbau der Mozartschule (v. l.): Klaus Arnholdt, Leiter des Schul- und Sportamts, Bauleiter Ulrich Weik und Erster Bürgermeister Christian Baron.

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