Dorfgemeinschaft Zimmern - Hirschmühle hat große Pläne

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Unser Dorf hat Zukunft Hirschmühle
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„Unser Dorf hat Zukunft“ könnte in den Hussenhofener Ortsteilen die Weichen für ein lebenswerteres Umfeld stellen.

Schwäbisch Gmünd-Hussenhofen

Die Dorfgemeinschaft von Zimmern-Hirschmühle hat sich um die Teilnahme am 27. Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beworben. Die Initiative bewegt Bürgerinnen und Bürger seit vielen Jahren zu großem Eigenengagement in ihren Dörfern und gibt daher wesentliche Impulse zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum. Am Dienstag präsentierten Abgeordnete der Dorfgemeinschaft einer Prüfungskommission ihre Bewerbung vor Ort.

Die Dorfgemeinschaft zeigte ihre Visionen für zukunftsfähige, liebevolle und lebenswerte Ortsteile auf und hielt dabei auch mit den Problemen der Ortsteile nicht hinterm Berg. Für die aufgelisteten Probleme konnte die Dorfgemeinschaft zeitgleich die bereits ausgearbeiteten Lösungen präsentieren.

Wie dringlich die Dorfgemeinschaft einen positiven Entscheid herbeisehnt, zeigte die komplett durchdachte Präsentation. Viele Kleinigkeiten zeichneten der Prüfungskommission ein positives Bild der Dorfgemeinschaft und ihrer Pläne. Mit Namensschildern wurde für einen besseren persönlichen Kontakt und Austausch gesorgt, nach der Präsentation der Pläne ging die Besichtigungsfahrt im E-Stromer durch Zimmern und die Hirschmühle und demonstrierte den Nachhaltigkeitsgedanken, der sich durch die komplette Planung zieht. Fragen blieben am Ende keine offen, jedem Kommissionsmitglied saß auf der Fahrt ein Mitglied der Dorfgemeinschaft für Rede und Antwort zur Seite.

Ortsvorsteher Josef Heissenberger drückte seine Freude darüber aus, dass die Bewerbung der Dorfgemeinschaft angenommen wurde und die von der Bürgerschaft entwickelten Ideen und Vorschläge für eine gute Zukunft der Ortsteile vorgestellt werden durften. Die Bürgerschaft zeige, „wie eine gemeinsame Zukunft gestaltet werden kann“. Auch vor der Bewerbung seien bereits erste Erfolge durch ein „enges Zusammenrücken der Dorfgemeinschaft“ zu verzeichnen gewesen.

Josef Strobel von der Kommunalaufsicht des Ostalbkreises sprach von der Dorfgemeinschaft als „Gewinner für die Zukunft“, die letztere mit Mut und Selbstbewusstsein vorantreiben will. Baubürgermeister Mihm lobte das „richtig großartige Quartier“, das durch seine besonderen Lebens- und Sozialbedingungen „faszinierend“ sei und großes Potenzial berge. Zimmern und Hirschmühle könnten eine „spannende und besondere Struktur vorweisen. Marc Calmbach vom Stuttgarter Regierungspräsidium erinnerte daran, dass der Wettbewerb nicht nur das soziale Engagement der Dorfgemeinschaft fördere, sondern auch die Entwicklung des Ortes.

Für mehr Lebensqualität

Als Mitglied des Vorstandsteams der Dorfgemeinschaft präsentierte Georg Zimmermann Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Orte. Die Dorfgemeinschaft fand sich 2019 zusammen, um die Lebens- und Aufenthaltsqualität in den Ortschaften zu verbessern. Aus einer Initiative gegen die hohe Verkehrsbelastung sei ein „Dorfentwicklungsverein“ entstanden, der versuche, seine Ziele auf alle Lebensbereiche auszudehnen.

Die Bewerbungsmappe zeichnet die gegenwärtige Situation der Orte auf und präsentiert Lösungsvorschläge für Verkehr, Tourismus, Entwicklung der Dorfmitten, Erhalt von Kultur und Traditionen, Baugestaltung und Siedlungsentwicklung sowie Grüngestaltung der Orte.

Das Engagement der Mitglieder erstreckt sich nicht nur auf Erwachsene, auch Jugendliche möchten ihren Teil zu einen zukunftsfähigen Ort beitragen. Der 15-jährige Noah Haible stimmte auf die Reise im E-Stromer mittels Drohnenfilm ein und lieferte spannende Fakten zur Geschichte, zur geographischen Lage, den wirtschaftlichen Aspekten und kulturellen Hintergründen der Ortschaften.

„Es ist ein Dorfentwicklungsverein entstanden“.

Georg Zimmermann,, Dorfgemeinschaft

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