Pfingstsymbol zum Mitnehmen

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Pastoralreferentin Stefanie Kempf (li.) und Verena Klingenmaier präsentieren 2000 Origami-Tauben als Pfingstaktion der Kirchenmitglieder aus der katholischen Seelsorgeeinheit Am Limes in der St. Leonhardkirche in Hussenhofen.
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2000 Origami-Tauben erinnern in Hussenhofen, Iggingen und Herlikofen an die Gemeinschaft und an die „Früchte des Heiligen Geist“ zu Pfingsten.

Schwäbisch Gmünd-Hussenhofen

Seit Samstagvormittag präsentiert sich im Eingangsbereich der katholischen Kirche St. Leonhard-Kirche in Hussenhofen eine gespannte Wäscheleine. An ihr hängen kunterbunte, nach Origami-Technik gefaltete Tauben. Jede Einzelne ist mit einem Wunsch beschriftet. So steht etwa „Glaube“, „Liebe“, „Hoffnung“, „Spaß“ und vieles mehr auf den geflügelten Symbolen für Pfingsten geschrieben.

Jeder Gottesdienstteilnehmer kann sich eine dieser Tauben mit nach Hause nehmen. Und die gefalteten Tiere als Symbol für die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Bürgerschaft betrachten. Auch wenn man sich zu Corona-Zeiten nicht persönlich treffen kann. „Es geht um die Gemeinschaft und das Zeichen, dass die Kirche da ist“, beschreibt Pastoralreferentin Stefanie Kempf das Ansinnen des Projekts.

Basierend auf die Idee von Petra Grimm aus Hussenhofen rief die Pastoralreferentin die katholischen Gemeindemitglieder zum Falten auf. Und wurde ebenso wie Verena Klingenmaier, die in der katholischen Jugendarbeit in der Seelsorgeeinheit tätig ist, von der großen Resonanz überrascht. Denn viel mehr Papier als erwartet wurde abgeholt, immer mehr Tauben wurden emsig gefaltet. „Kurz ging das Papier, das man abholen konnte, aus. Und jetzt sind es 2000 Tauben. Und wir dachten, dass wir wohl 600 schaffen“, erzählt Verena Klingenmaier lachend.

Schon zu Ostern hatte es auf Initiative von Petra Grimm aus Zimmern eine ähnliche Aktion gegeben: 130 Hühner waren damals als Osterüberraschung für ehrenamtliche Kräfte in der Kirchengemeinde genäht worden. Dazu gab es dann noch eine Osterkarte, wie Steffi Kempf erzählt. Und dass diese Nähaktion allen so viel Spaß gemacht habe, dass nun zum Taubenfalten aufgerufen worden sei.

Das Papier hierfür wurde gestellt. Und nun zeigt sich, dass nicht nur eine einzige Falttechnik angewandt wurde. Kunterbunt und vielfältig präsentieren sich die Papiertauben zum Mitnehmen. „Im Sinne der Ökumene haben wir auch Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde dazu animiert, sich eine Taube abzuholen“, betont Stefanie Kempf.

Am Samstag wurden die gefalteten Glaubenssymbole übrigens nicht nur in St. Leonhard aufgehängt, sondern in der ganzen Seelsorgeeinheit, also auch in der St. Albanuskirche in Herlikofen sowie in der St. Martinuskirche in Iggingen. Nachdem nun endlich wieder Präsenzgottesdienst möglich ist, können sich die Gläubigen in einer dieser Kirchen eine Taube mit nach Hause nehmen. Und sich an den Papiertauben erfreuen, die in insgesamt zehn Faltschritten gebastelt wurden. Ursprünglich wollte man die Origami-Tauben im Freien aufhängen, doch der Wind machte diesem Ansinnen einen Strich durch die Rechnung.

Blumenteppiche als nächste Aktion

Auch eine nächste Aktion steht bereits an. „Es geht darum, kleine Blumenteppiche zu Fronleichnam im eigenen Garten anzulegen“, erklärt Kempf. Bereits im vergangenen Jahr waren viele diesem Aufruf gefolgt. „Wir sind gespannt, wie viele es in diesem Jahr gibt“, verrät die Pastoralreferentin - und dass die Standorte der einzelnen Teppiche veröffentlicht werden, so dass sich jeder diese bei einem Spaziergang durch den Ort, quasi von privatem Blumenteppiche zu Blumenteppich, anschauen kann. Also wieder eine Aktion, die man im Privaten, und damit Corona konform, organisieren und umsetzen kann, aber von der letztlich die Gemeinschaft profitiert.

Gemeinsam betrachten Stefanie Kempf und Verena Klingenmaier die Körbe voll gefalteter Tauben und die an einer Wäscheleine hängenden Exemplare. „Wir sind wirklich gespannt, wie viele Tauben mit nach Hause genommen werden“, überlegen beide. „Man kann sie natürlich auch für jemand mitnehmen, der vielleicht allein zu Hause sitzt.“ Eben die Früchte des Heiligen Geistes ins Haus flattern lassen. Und getreu dem Thema des Pfingstgottesdienstes und dieser Taubenaktion: „Aufeinander zugehen, füreinander da sein.“

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