Schulsanierung startet im November

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Der Start der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten an der Mozartschule in Hussenhofen hat sich um Monate verzögert, nun ist der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt absehbar.
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Stadtverwaltung erläutert dem Hussenhöfer Gremium die Verzögerungen der Arbeiten an der Mozartschule. Außerdem: Informationen zur Gügling-Erweiterung und Fragen zu Amazon.

Schwäbisch Gmünd-Hussenhofen

Unsere Mozartschule geht auf Baustelle", mit diesem Satz beugte Klaus Arnholdt, Leiter des Gmünder Schul- und Sportamts, jeglichem Unmut im Ortschaftsrat Hussenhofen – Zimmern – Hirschmühle am Montagabend vor. Denn der Start der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten mit dem ersten Bauabschnitt Anbau Süd und Mensa hätte zu den Sommerferien beginnen sollen. "Wir waren schonmal im April soweit", sagte dazu Hermann Ocker vom städtischen Hochbauamt. Allerdings hatte das Ausschreibungsverfahren erhebliche Mehrkosten statt der geplanten 3,4 Millionen Euro ergeben. Nun seien die Rohbaugewerke neu ausgeschrieben worden – deren Vergabe für knapp 576 000 Euro der Ortschaftsrat einstimmig empfahl.

"Etwas naiv" angefragt

Eine Ursache für die zu hohen Preise nannte Arnholdt: An der Mozartschule werde – als einziger im Gmünder Raum – frisch gekocht. Mit dieser Vorgabe sei die Verwaltung "etwas naiv" auf die Fachplaner zugegangen, die dann das volle Programm für derartige Einrichtungen abspulten. Die Mensa genüge nun trotz Einsparungen dem Bedarf, unter anderem fallen große Sozialräume im Untergeschoss weg, die nicht als notwendig gelten.

Am 2. November soll nun Spatenstich für den Anbau Süd sein, sagte Ulrich Weik vom städtischen Hochbauamt und erläuterte, dass die Baustelle der Rems entlang eingerichtet werde und deren Zufahrt später als Fußweg diene. "Der Pausenhof wird nicht tangiert", ebenso bleibe die Brücke über die Rems offen.

Schnell vorangehen soll auch die Ausweisung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Gügling Nord IV, wo unter anderem Weleda bauen möchte. 16,1 Hektar Grund, von denen elf überbaut werden können, umfasst das Gebiet, für das Gerhard Hackner als Leiter des Stadtplanungsamts die geplante Erschließung sowie entsprechende Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz erläuterte. Dass ein Bauherr die zulässige Gebäudehöhe von 15 Metern auf einer Fläche von 6500 Quadratmetern um das Doppelte, etwa für ein Hochlager, aufstocken kann, machte Ortsvorsteher Josef Heissenberger Sorgen. Von der Panoramastraße aus steche ein entsprechender Bau markant ins Auge. Unauffälliges Material könne Abhilfe schaffen, antwortete Hackner. zudem solle das Hochlager "eingegrünt" werden. Im Übrigen sei für 67 Prozent der Dachflächen eine Begrünung vorgeschrieben. Für Hussenhofen ebenfalls wichtig: 50 Dezibel Lärm darf dort nachts ankommen, tags sind es 65 Dezibel. Den von Regina Wiedemann (SPD) geforderten Vergleich wusste Hackner nicht zu benennen, der kam für die 65 Dezibel per Einwurf: "ein Staubsauger." Die 50 Dezibel entsprächen Vogelgezwitscher oder einem leisen Gespräch, sagte Thomas Kaiser (CDU). Weil Baubeginn Anfang 2021 sein soll, lohne es wohl nicht mehr, die landwirtschaftlichen Flächen neu einzusäen, beantwortete Hackner die Frage von Gertrud Wanner (CDU).

Wenn Amazon bauen will

Zur Frage von Georg Zimmermann (CDU) nach der Anbindung nach Bargau verwies Hackner darauf, dass es sich dabei um einen anderen, den Bebauungsplan Umgehungsstraße handle. Der Ortschaftsrat stimmte dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan einstimmig zu.

Sorge zu einer weiteren im Raum stehenden Gewerbe-Ansiedlung kam aus dem Publikum: die mögliche Anfrage von Amazon, das Unternehmen zeigt Interesse daran, ein Verteilzentrum im Benzfeld zu bauen. Es würde ein Verkehrskonzept brauchen, sagte Josef Heissenberger einmal mehr. Und grundsätzlich: "Das wird natürlich hier in Hussenhofen zu besprechen sein."

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