Guten Morgen

Ich warte. So lange ich will!

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Andrea Hafner über unmenschliche Automaten und Warteschleifen

Warteschleifen sind nervig! Erst muss man den Qualifizierungsprozess über sich ergehen lassen. Als nächstes soll man sagen, was man möchte. Zu wem denn? Da ist doch keiner! Wenn man sich dann doch dazu durchringt, "Störung", "Bestellung" oder "Reklamation" zu sagen, dann kommt garantiert die flötende Antwort aus dem Hörer "Es tut mir leid, ich habe Sie nicht verstanden!" Ich soll mich online informieren oder bekomme die Empfehlung, später noch einmal anzurufen, weil die Leitungen alle besetzt sind. Danke! Ob bei Bürgeramt, Webshops, Banken, Kundendiensten, Reiseveranstaltern oder Telekommunikationsanbietern – wenn wir spaßeshalber zusammenrechnen würden, in wie vielen unsäglichen Warteschleifen wir wie viele Monate unseres Lebens verbringen, kämen uns vor Hilflosigkeit die Tränen. Elend lange Wartezeiten, nervige Computerstimmen und garstiges Gedudel – jeder kennt das Spiel. Was mich allerdings wirklich wütend macht, sind die Schleifen, die nach gefühlten 15 Minuten über meinen Kopf hinweg entscheiden: "Wir möchten Sie nicht länger warten lassen und beenden das Gespräch. Bitte rufen später wieder an!" Sabberlot!!! Ich bin alt genug! Und ich möchte selbst entscheiden, ob es mir zu lang wird oder nicht!

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