Guten Morgen

Im Sturm der Veränderung

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Bernd Müller über Erotik, neunkommairgendwas und letzte Schulstunden

Das Kino? Geschlossen. Freibad? Nur mit Vorbestellung. Schulklassen? Meist separiert, gelegentlich halbiert. Einkaufen? Die ganze Erotik weg. Unfassbar viel ist anders seit dieses kleine Dings, kaum größer als 0,0001 Millimeter, seine Wege in menschliche Körper gefunden hat. Sogar die Wochenenden sinnentleert, weil fußballlos – zwischendurch jedenfalls. Olympia wär' jetzt grade, die 100 Meter mal wieder extrem schnell, in neunkommairgendwas, vielleicht ja auch mit ein bisschen pharmazeutischem Spezialtreibstoff. Aber stattdessen: nichts. Wahnsinn, oder? Wie gut, dass es ein paar Dinge gibt, die dem Sturm der Veränderung eisern standgehalten haben. Die samstägliche Rasenmäher-Staubsauger-Hochdruckreiniger-Sinfonie in den Dörfern. Die Frisur von Donald Trump. Die Inkompetenz des Bundesverkehrsministers. Und die Schule. Wie? Da, wo hunderte Stunden Unterricht einfach weg waren? Schon, aber Essenzielles ist geblieben: das pädagogisch wertvolle Filmeschauen in den letzten Stunden vor den Ferien.

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