Immanuel Nau feiert den 70. Geburtstag

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Gmünds früherer evangelischer Dekan Nau wird 70.
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Der frühere evangelische Dekan erinnert sich gerne an die zwölf Jahre in Gmünd.

Schwäbisch Gmünd. Viele Gmünder erinnern sich noch, wie er ein bisschen auch Gmünds Stadtbild geprägt hat. Wenn er mit seinem Motorroller in der Stadt unterwegs war: Immanuel Nau, fast zwölf Jahre lang evangelischer Dekan im Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd, feiert an diesem Freitag seinen 70. Geburtstag.

Immanuel und Susanne Nau kamen 2003 nach Schwäbisch Gmünd. Im Jahr 2015 zogen sie nach einer Erkrankung von Naus Frau nach Eislingen. Die Gmünder Zeit habe ihn schon geprägt, sagt Nau im Gespräch vor seinem runden Geburtstag. Noch immer habe er sich nicht ganz von Gmünd gelöst, habe Kontakte zu den Rotariern und zur Seniorenkantorei.

Immanuel Nau hat durch seine Jahre als Dekan in Gmünd dazu beigetragen, dass die evangelische Kirche in dieser katholisch geprägten Stadt an Gewicht gewonnen hat. Nicht zuletzt liegt dies an der Offenheit der katholischen Kirche für die Ökumene. Das „Festival Europäische Kirchenmusik“ war ihm in diesen Jahren etwas ganz Besonderes. „Ein von der Stadt bereitetes Feld für die Kirchen“ nannte er dieses Alleinstellungsmerkmal für Gmünd. Nau selbst hat mehrmals zum Gelingen dieser Festivalreihe beigetragen. Indem er im Jahr 2008 den damaligen Vorsitzenden der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Wolfgang Huber, nach Gmünd einlud. Huber enthüllte beim Augustinusgemeindehaus einen Gedenkstein, der an die Kirchenkanzlei der EKD erinnert, die von 1945 bis 1949 in Gmünd war. Für Nau war das ein Zeichen, dass auch die Evangelischen eine Wurzel in Gmünd haben.

Der Besuch der früheren EKD-Vorsitzenden Margot Käßmann im Jahr des Reformationsjubiläums, 2017 also, hat für Immanuel Nau „einen weiteren Akzent“ gesetzt. Käßmann war damals ebenfalls Gast des Festivals Europäische Kirchenmusik. Und Gast der „Zeitgespräche“ der Gmünder Tagespost.

Zum Besonderen gehörte für Nau in seiner Gmünder Zeit auch der Lebensweg zur Landesgartenschau 2014 zwischen Himmelsgarten und Salvator. Gemeinsam haben dabei die evangelische und die katholische Kirche Stationen des Lebens eingefangen, die die Besucher Lebensstufen entdecken, nachempfinden und auch erfahren lassen. Nau selbst war damals die Station „Gereiftes Leben“ mit ihrem Auf und Ab die wertvollste. Weil sie verdeutlichte, so sagte er damals angesichts der Erkrankung seiner Frau, dass „Abwärtsbewegungen natürlicher Bestandteil eines Lebens“ sind.

2015 zogen Nau und seine Frau nach Eislingen. Dort übernahm er im Kirchenbezirk Göppingen und Geislingen Vertretungsdienste, bis er, ein Jahr später, in den Ruhestand trat. Dies sei auch deshalb schön gewesen, sagt Nau heute, weil er in diesem Kirchenbezirk vor Jahrzehnten als Vikar angefangen hatte. Neben den Gottesdiensten hielt er noch Religionsunterricht in einer Grundschule. Das sei für ihn nochmal eine „Herausforderung“ gewesen. Gewiss aber eine wertvolle. Denn sie stärkte die Erkenntnis, dass „junge Menschen Leitlinien brauchen“. Gerne denkt Nau, so sagt er, an die Gmünder Jahre zurück. Viele Gmünder denken gerne auch ihn. Und wünschen ihm zum Geburtstag wie auch seiner Frau alles Gute. Michael Länge

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