In Gmünd: 220 Schüler aus der Ukraine

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220 Kinder aus der Ukraine sind in Gmünder Schulen aufgenommen worden.
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Wie Gmünds Schulen und Kindergärten geflüchtete Kinder integrieren - eine Bilanz zum Schuljahresende.

Schwäbisch Gmünd. 220 Kinder aus der Ukraine sind seit März in Gmünder Schulen aufgenommen und unterrichtet worden. In den Kindergärten werden aktuell 27 ukrainische Kinder regulär betreut – von insgesamt 75 unter Sechsjährigen aus der Ukraine, die hier gemeldet sind. 28 Kinder werden betreut parallel zu Integrations- und Sprachkursen, die in Gmünd stark nachgefragt sind.

Die Schulen „kommen aktuell gut mit dieser Situation klar“, so das Fazit des Amt für Bildung und Sport zum Ende des Schuljahrs, das am Mittwoch im Gmünder Gemeinderat Thema ist. Die Bereitschaft, diese Kinder und Jugendlichen zu unterstützen, sei überall da.

„Überlastungs des Systems“

Durch das „außerordentliche Engagement der Schulleitungen“ sei es gelungen, die Schüler ins vorhandene System zu integrieren, bilanziert das Amt für Bildung und Sport. Mehr würde allerdings schwierig, befürchten die Bildungsfachleute: „Sollte eine weitere Welle an ukrainischen Schüler in Schwäbisch Gmünd eintreffen, ist mit einer Überlastung des Systems zu rechnen.“

52 an der Bonhoeffer-Schule

Die größte Zahl an Flüchtlingskindern hat die Dietrich-Bonhoeffer-Schule aufgenommen: 52 Kinder aus der Ukraine werden an der christlichen Privatschule in der Oststadt unterrichtet. 36 Neuzugänge gibt es in der Mozartschule in Hussenhofen. An der Gewerblichen Schule auf dem Hardt sind 21 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine untergekommen, 20 sind es an der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule, 17 im Landeshochbegabtengymnasium. Von den insgesamt 220 Schülerinnen und Schülern werden 63 in Vorbereitungsklassen unterrichtet, die übrigen sind schon in reguläre Klassen integriert worden. Vor dem Beginn des neuen Schuljahrs wird das Bildungsamt prüfen, ob es noch in Gmünd gemeldete ukrainische Kinder gibt, der der Schulpflicht bisher noch nicht nachkommen.

Viele Familien warten noch ab

Bei Kindern im Kindergartenalter ist spürbar, dass viele Eltern noch abwarten, wie es in der Ukraine weitergeht und wie lange sie wohl hierbleiben. Denn für viele der unter Sechsjährigen wird Betreuung im Familienverbund oder unter ukrainischen Familien organisiert. 

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