GUTEN MORGEN

Irrfahrt eines Apfels

Wir wollen heute an dieser Stelle Wundersames aus dem Redaktionsalltag erzählen. Am Samstag, zur feierlichen Übergabe der Reichsinsignien, wollten wir unbedingt eines dieser Kleinodien der Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches zeigen.

ir wollen heute an dieser Stelle Wundersames aus dem Redaktionsalltag erzählen. Am Samstag, zur feierlichen Übergabe der Reichsinsignien, wollten wir unbedingt eines dieser Kleinodien der Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches zeigen. Die Reichskrone kam nicht in Frage. Denn deren Macher(in) wollte kein Foto vor der Übergabe im Blatt sehen. Hmmmm!!! Unkomplizierter war da der Apfelkreateur. Gerne lasse er sich mit diesem fotografieren, sagte der Goldschmied, wenn, ja wenn die Redaktion den Apfel mitbringe. Oho! Nun begann die Suche nach dem Apfel. Ein Anruf beim Sponsor. Und, siehe da, der hatte ihn im Safe, in Erwartung der Museumsleiterin, um den Apfel ins Museum zu bringen. Also: ein Anruf beim Museum. Nein, sagte dessen Leiterin, wir holen den Apfel nicht. Denn der Leihvertrag sei noch nicht unterzeichnet. Vom OB. Also: ein Anruf beim OB. Das, sagte dessen Sprecher, sei doch nur eine Formalie. Und: Er kümmere sich. Kurze Zeit später: ein Anruf nicht beim, sondern vom Sponsor. In Kürze werde der Apfel abgeholt. Und, klar, die Redaktion dürfe diesen gerne fotografieren. Also: Anruf beim Museum. Mit der Bitte, den Apfel um 15.45 Uhr auf den Johannisplatz zu bringen. Und: Anruf beim Goldschmied. 15.45 Uhr auf dem Johannisplatz. Schließlich: 15.45 Uhr auf dem Johannisplatz die Fotosession. Das Ergebnis dieser Odyssee eines Apfels sahen Sie, liebe Leser, am Samstag auf dem Titel der Gmünder Tagespost. Hübsch anzuschauen. Deshalb meinen wir: Es hat sich gelohnt. Trotzdem bleibt die Frage, ob sich das nun wiederholt – bei Krone, Mantel, Schwert und Handschuh. Wir sagen: lieber nicht. Der Stadtsprecher indessen nahm all dies gelassen. Der Apfel sei schuld. Sagte er. Und ergänzte: Das war doch in der Geschichte schon mal so. Wir sind sicher: Er hat die von damals gemeint, lang ist's her, die mit Adam und Eva. Oder so!

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