Kein Wonnemonat: viel Regen und wenig Sonne

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Niederschlag gab es im Vergleich zum April genug: Mit 109,7 Millimetern wurde die Norm zu 123 Prozent erfüllt.

Laut Experte Martin Klamt der kälteste Mai seit 1991 – nur drei Mal gab's über 20 Grad.

Schwäbisch Gmünd.Der Mai 2021 setzte den Trend des zu kühlen April fort, schreibt Wetter-Experte Martin Klamt. Verantwortlich dafür war ein umfangreicher Tiefdruckkomplex über Nordeuropa, an dessen Südflanke die Zufuhr kühler Atlantikluft nicht enden wollte.

Kühle Atlantikluft

Mit einem Mittel von 11,3 Grad Celsius wurde der Mai 2021 im Vergleich zur langjährigen Norm von 1961-1990 um 1,4 Grad zu kalt und damit 5,5 Grad kälter als der bisher wärmste Mai 2018. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991-2020 betrug die Abweichung -3,0 Grad. Noch kälter war der Mai 1991 mit 10,5 Grad im Mittel und davor seit 1950 noch fünf weitere Mal, allen voran der Mai 1957, der es nur auf 9,9 Grad brachte.

Krasse Wechsel

Der krasseste Temperaturwechsel seit langem vollzog sich vom 8. auf den 9. Mai: Von einem Tiefstwert von -0,6 Grad kam es am Folgetag mit 29,1 Grad im Höchstwert beinahe zu einem heißen Tag. So waren im vergangenen Mai in Gmünd nur zwei Sommertage mit mehr als 25 Grad und lediglich drei Frühlingstage mit 20 Grad und mehr möglich.

Die bisher geringste Zahl an Frühlingstagen (sechs Tage) aus dem Jahr 1991 wurde damit gleich um die Hälfte unterschritten.

Genug Niederschlag

Niederschlag gab es im Vergleich zum April, der viel zu trocken war, genug: Mit 109,7 Millimetern wurde im Mai die Norm zu 123 Prozent deutlich erfüllt, wobei von den drei Starkniederschlagstagen am 11. Mai mit 16,3 Millimetern die höchste Tagesmenge zusammen kam.

Für Sonnenanbeter war der Monat nix: Die Sonne schien im Mai nur 151 Stunden lang, das waren nur 77 Prozent der Norm, wobei am 31. Mai mit 15 Stunden die längste Scheindauer registriert wurde.

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