Geistlicher Impuls

Kinder nehmen es, wie es kommt

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Kürzlich sah ich einigen Kindern beim Drachen steigen lassen zu. Am Anfang mussten sie sich anstrengen, aber mit der Zeit klappte es besser. Sie konnten einschätzen, wie viel Schwung sie brauchten und wie sie den Drachen in die Höhe brachten.

Kürzlich sah ich einigen Kindern beim Drachen steigen lassen zu. Am Anfang mussten sie sich anstrengen, aber mit der Zeit klappte es besser. Sie konnten einschätzen, wie viel Schwung sie brauchten und wie sie den Drachen in die Höhe brachten. Sie freuten sich auch über ein Missgeschick: Sie lachten und freuten sich, wenn er in der Erde steckte. Und der Wind trug das Übrige dazu bei: Sie ließen sich durchpusten und freuten sich auch am Laub, das umherflog. Nicht alle können das. Der Hausbesitzer will es schön sauber haben in seinem Hof und die Hobbygärtnerin aufgeräumt in ihrem Garten. Die Kinder nehmen es, wie es kommt. Vielleicht auch eine Stärke? Der Heilige Geist wird auch als Windhauch bezeichnet. Was wir am Wind beobachten trifft ähnlich auf ihn zu: er kann einen durchpusten und beleben, es kann Freude machen, sich von ihm tragen zu lassen und den Schwung aufzunehmen, wenn man die richtigen Flugobjekte verwendet. Aber er kann einem auch die Ordnung richtig durcheinanderbringen. Der Geist Gottes ist da mit seiner Kraft, auch bei uns, genauso unsichtbar, wie der Wind und nur zu sehen durch das, was er bewirkt. Pfarrerin Ulrike Golder

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