Das Urteil zum Zeiselberg-Gasthaus

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Die Richter der 6. Kammer des Verwaltungsgerichts Stuttgart haben keine Bedenken, dass auf dem Gmünder Zeiselberg eine Gaststätte gebaut und im bislang geplanten Umfang betrieben wird. Die Klagen von Anwohnern gegen dieses Vorhaben wurden komplett zurückgewiesen. Damit ist ein jahrelanger Rechtsstreit zumindest vorläufig entschieden. Ob er endgültig vorüber ist, ist noch offen.

Das wird auch von den Gründen für das Urteil abhängen, die erst in einigen Tagen vorliegen . Für die Stadtverwaltung, die das Projekt angeschoben hat, und für den Bauherrn Andreas Kunz ist das Urteil zumindest Grund zu vorsichtigem Optimismus.

Das ist gut so. Der Zeiselberg mit dem dort schon bestehenden Biergarten hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel weit über Gmünd hinaus entwickelt. Dass er nun voraussichtlich mit dem Bau eines Gasthauses zu einem Ganzjahresziel wird, ist in Ordnung - auch wenn man über die Dimensionen des Bauwerks geteilter Meinung sein kann. Einen Gastronomiebetrieb bis 22 Uhr in direkter Nachbarschaft müssen die Anwohner, die vor Gericht gezogen sind, nach jetzigem Stand hinnehmen.

Was sie nicht hinnehmen müssen, hat die Auseinandersetzung auch gezeigt: lautstarke Störungen abziehender Gaststättenbesucher. Hierzu hat Ordnungsbürgermeister Christian Baron klargestellt, dass die Verwaltung zwar nicht jeden Einzelfall klären kann, generell aber gegen solche Störungen ordnungsrechtlich vorgehen wird. Da können ihn die Anwohner beim Wort nehmen - nicht nur am Zeiselberg, sondern in der ganzen Gmünder Innenstadt. ⋌Wolfgang Fischer

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