Klimawandel berührt auch Feuerwehr

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Hitze, Trockenheit und Wassermangel machen auch den Floriansjüngern langfristig zu schaffen.

Schwäbisch Gmünd. Die Hauptversammlung der Gmünder Feuerwehr an diesem Freitag in der Bettringer Uhlandhalle ist, darauf setzt Gmünds Feuerwehrkommandant Uwe Schubert, die letzte außerhalb des gewohnten Rhythmus. Corona hatte diesen Rhythmus durcheinander gebracht. So dass die Feuerwehrleute nicht im Frühjahr 2022 aufs Jahr 2021 blicken, sondern erst im Herbst. Im kommenden Frühjahr aber soll dies wieder anders sein, die Hauptversammlung für 2022 im Frühjahr 2023 abgehalten werden. Dabei dürfte auch die Trockenheit dieses Sommers eine Rolle spielen. Denn der Klimawandel mit Trockenheit und Starkregen beschäftigt auch die Gmünder Feuerwehr. Daraus ergeben sich Anforderungen, die schneller gekommen sind als gedacht, sagt Schubert. Auch wenn Gmünd in diesem Sommer glimpflich davongekommen ist, die Trockenheit erzeugt die Gefahr der Waldbrände. Es stünden spannende Zeiten bevor, sagt der Feuerwehrchef, denn „der Klimawandel trifft uns definitiv“.

Mit seinen Kollegen habe er überlegt, wieviele Feuerwehrleute wohl zur Hauptversammlung kämen. Dabei spiele Corona sicher noch eine Rolle. Dennoch ist die Zahl der freiwillig Engagierten aktuell noch relativ konstant: 500 plus minus, sagt Schubert. Zudem habe die Gmünder Feuerwehr eine „sehr aktive Kinderfeuerwehr“ mit mehr als 50 Kindern und eine engagierte Jugendfeuerwehr. Gleichzeitig verweist er auf die geburtenstarken Jahrgänge, von denen in drei bis fünf Jahren viele in den Ruhestand gingen. Offen sei, ob „wir dies kompensieren können“.

Engagiert ist Gmünds Feuerwehr in jedem Fall in der Ukrainehilfe. Mitte Oktober werden für fünf Tage sieben Bürger der ukrainischen Stadt Obroshnye nach Gmünd kommen. Mit dieser Gemeinde nahe Lemberg mit knapp 8000 Einwohnern startet Gmünd eine Solidaritätspartnerschaft. „Die Ukrainer werden eine Feuerwehr-Grundausbildung bekommen“, sagt Schubert. Dies sei ein interessanter Austausch, sagt der Kommandant, der nach 2015 schon den „Gmünder Weg“ mit der Integration von Flüchtlingen in die Gmünder Feuerwehr mitgemacht macht. Michael Länge

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