Im Blick Die geplante Demonstration von "Fridays for future"

Kommentar zur heutigen Tunneldemo: Weg zum Erfolg führt nicht durch den Tunnel

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Nun schwingt "Fridays for future" den großen Hammer: Um ihrer Forderung nach mehr Umweltschutz Nachdruck zu verleihen, haben die Klima-Aktivisten eine Demo in Form einer Radtour angemeldet – die am 25.

Nun schwingt "Fridays for future" den großen Hammer: Um ihrer Forderung nach mehr Umweltschutz Nachdruck zu verleihen, haben die Klima-Aktivisten eine Demo in Form einer Radtour angemeldet – die am 25. September durch den Tunnel führen soll, der dafür mehrere Stunden gesperrt werden muss. Die Fridays-Aktivisten haben völlig Recht: Wir ruinieren die Umwelt. Das fängt bei der Politik der Staaten an und reicht herunter bis auf die Ebene der Städte und Gemeinden und deren Bürger im Gmünder Raum. Aber es ist der falsche Weg, die Bürger für mehr Umweltschutz in Beugehaft nehmen zu wollen. Die Aktivisten müssen sie überzeugen, und da waren sie auf gutem Weg. Wenn nun die Gmünder Fridays-Gruppe zum "Globalen Klimastreik" des Bündnisses eine Tunnelsperrung einbringt, mag das ein spektakulärer Beitrag sein. Doch das Chaos, das damit in den Straßen der Innenstadt angerichtet wird, wird keinen Bürger dazu bringen, näher über den Umweltschutz nachzudenken. Zumal dieses Chaos das Gegenteil von Umweltschutz ist, gerade die Gmünder wissen das. Der Weg zum Erfolg ist weniger spektakulär. Die Fridays-Demonstranten müssen konkrete Vorschläge in die öffentliche Diskussion einbringen und breite Unterstützung suchen – durchaus auch mit Aktionen. Demo-Initiator Tim-Luka Schwab, der für die SPD im Gemeinderat sitzt, weiß sicher, dass dies nicht an einem Freitagnachmittag zu erledigen ist. Am Tag danach wird die Demo sicher Tagesgespräch in Gmünd sein. Aber kaum jemand wird da über die Argumente der Demonstranten sprechen. Wolfgang Fischer

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