Laichle-Anlieger haben Sorge wegen Lärm

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Sportpark Laichle.
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Großdeinbacher Gremium spricht über Sportpark Laichle und Ortsbücherei.

Schwäbisch Gmünd-Großdeinbach. Um eine geordnete Infrastruktur für den Sportpark Laichle zu schaffen, wird es Tiefbauarbeiten geben. Ortsvorsteher Gerd Zischka informierte am Donnerstag kurz darüber, dass unter anderem ein Kanal für die Telekommunikation realisiert wird. „Es geht um die Heranführung der Erschließungsleitungen“, kündigte er an.

Ortschaftsrat Josef Friedel wollte wissen, ob bei den Sportplätzen die Leitungen dann „durchgeschossen“ werden. „Ich denke“, antwortete der Ortsvorsteher. Zur genauen Vorgehensweise stellte er fest: „Da müssen wir uns aufs Fachamt verlassen.“ Allgemein befand Zischka, dass es sich bei den  Bauarbeiten um eine „notwendige und gute Sache“ handle.

Auch wurden die Ortschaftsräte über den aktuellen Sachstand bezüglich der Müllkippe Laichle informiert: Die GOA wird nun den oberflächlichen Müll entfernen, dann gibt es Bohrungen, um das Sickerwasser zu untersuchen. „Sobald es etwas Neues gibt, werde ich informieren“, sagte Zischka dem Gremium zu. Es klang an, dass der Haselbachverein 1997 bereits Bohrungen forderte. Mit dem Resultat, dass keine Giftstoffe im Sickerwasser waren.

Laichle-Anlieger: Sorge um Lärm

Ortschaftsrat Elmar Hägele erkundigte sich, wie mit den Sorgen der Anlieger im Laichle umgegangen werde. Diese haben die Befürchtung, dass durch Auffüllungen für den Sportpark Laichle der Lärmpegel im Baugebiet steigen wird. Dadurch, dass das Gelände nun erhöht wird, greife das damals im Zuge des Baus der B  298-Umfahrung erstellte Lärmgutachten nicht mehr. „Das wäre dann Makulatur, wenn sich Grundlagen ändern durch Auffüllung“, monierte Hägele. Er war der Ansicht: „Da läuft irgendwas relativ schief. Dem muss man nachgehen.

Kann der neue Sportplatz wie geplant gebaut werden, oder nicht?“, wollte er wissen. Gerd Zischka erklärte, dass man die Sorgen der Anlieger bezüglich des Lärms an das Amt für Stadtentwicklung weitergegeben habe. „Ein zweites Lärmgutachten wird erstellt – oder ist bereits fertig. Ist aber noch nicht da.“ Der Ortsvorsteher betonte: „Wir werden auf gar keinen Fall etwas unter den Tisch kehren.“

„Schmökerei“ vor dem Aus?

Mangels Besucherfrequenz könnte die „Schmökerei“ in Großdeinbach vor dem Aus stehen. So warnt das ehrenamtliche Team, dass sich seit langen Jahren um die Ortsbücherei kümmert. „Es wäre schade“, appellierte Zischka an die Ortschaftsräte, die „Schmökerei“ in der Bevölkerung ins Bewusstsein zu bringen. Zumal die Ortsbücherei auch für Kinder sehr gut zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar ist. Allerdings mangele es nicht nur der „Schmökerei“ an Nutzern, sondern auch der Stadtbibliothek. „Wir müssen gemeinsam Werbung machen. Denn, wenn sie weg ist, ist sie weg.“ mahnte er.

Die finanzielle Unterstützung durch den Krankenpflegeverein ermöglicht es, im März einen  Mittagstisch in Großdeinbach anzubieten. Dies, so erinnerte der Ortsvorsteher, war einer der größten Wünsche, die man aus der Pflegekonferenz mitgenommen hatte. „Es wäre eine schöne Sache, wenn wir einen regelmäßigen Mittagstisch hinbekommen“, hofft er.

Ebenfalls im März wird es eine Besprechung mit Vereinen und Organisationen geben. Darin geht’s um Texte für die Ortschronik, die an Weihnachten 2023 erscheinen soll. Stadtarchivar Dr. Niklas Konzen hatte kürzlich im Gremium das Findbuch präsentiert, das als Basis dient.

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