Leckereien beim Krautfest für Kopf und Gaumen

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Himmelsgarten
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Viele Besucher kamen am Sonntag zum Krautfest in den Himmelsgarten, ließen sich Leckereien schmecken und erfuhren Spannendes.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau. Willy De Wit hält einen Pilz mit rotem Hut samt weißen Punkten in die Höhe. „Fast jeder kennt den Fliegenpilz“, erklärt der 66-Jährige, „und vielleicht noch den Steinpilz“. Aber kaum eine Sorte mehr, was schade sei. Denn es gebe 8000 Pilzarten. Und wer im Herbst Pilze sammeln möchte, sollte wissen, dass Pilze oft gleich aussehen. „Damit man nicht einen tödlichen Doppelgänger erwischt.“ De Wit ist umringt von vielen Zuhörern. Der Pilzexperte teilte sein Wissen beim Krautfest im Himmelsgarten bei herrlichem Wetter.

Schon am frühen Mittag waren viele Besucher auf dem Gelände. Wie Oberbürgermeister Richard Arnold und Wetzgaus Ortsvorsteher Johannes Weiß liefen sie umher und ließen sich die Angebote schmecken. Beim Suppenstern gab es einen Teller leckere Kürbissuppe. Nebenan boten die Landfrauen Großdeinbach einen Eintopf mit Sauerkraut an. Das namensgebende Gemüse des Fests wurde mit roten Bohnen, Tomatensuppe und Kartoffeln im Becher serviert.

„Das Rezept ist mal etwas anderes“, lächelte Birgitt Fautz. Das Mitglied im Vorstandsteam wartete in der Sonne auf Besucher, um sie über die Aktivitäten ihrer 177 Frauen starken Gruppe zu informieren. „Wir sind wirklich dankbar, bei diesem tollen Wetter das Krautfest feiern zu können“, betonte sie. Überhaupt das Fest: „Während der Pandemie haben wir viel online auf die Beine gestellt.“ Doch das sei nicht das Gleiche gewesen. Umso schöner diesen Tag zwar mit Auflagen, aber zusammen verbringen zu können. „Echte Gemeinschaft ergibt sich nur, wenn man sich in Präsenz trifft.“

Diese Möglichkeit nutzten ausnehmend viele Menschen. Sie genossen frisch überbackenes Kraut- oder Schmalzbrot vom Backhäusle oder orderten Honigwaffeln oder –limo beim Bezirksbienenzüchterverein. Leckere Würste wurden beim Kletterpark gegrillt. Und vor allem Familien sah man gemütlich Stockbrot rösten bei den Pfadfindern „Himmelstürmer“.

Der Turm diente auch als Namensgeber für Bier aus dem am Turm angebauten Hopfen. 80 Flaschen à 0,3 Liter hatte Johannes Nuding vom Gmünder Bier- und Jagd-Museum gebraut. Verkauft wurde das angenehm milde Getränk vom Freundeskreis Himmelsstürmer.

Neben der Kulinarik gab es aber noch mehr zu entdecken und erfahren: Bei den Imkern konnte man ein Bienenvolk beobachten. Vögel und Fledermäuse standen beim Waldpädagogikzentrum im Mittelpunkt: Kinder und Erwachsene bastelten dort Nistkästen. Bei den Streuobstguides des Bezirksverbands für Obst- und Gartenbau wurden kistenweise Äpfel zu Saft gepresst: „Wir haben Boskop, Brettacher und Golden Delicious“, zählte Gerhard Maier auf.

Kaum Ertrag bei Apfelernte

Wie die Apfelernte dieses Jahr war? „Bei uns in Lautern gut“, sagte der Streuobstguide, „im Remstal aber wohl nicht“. Schwierigkeiten habe man gehabt, genug Äpfel fürs Fest herbeizuschaffen. „Die beiden Gitterkisten da sind mein gesamter Ertrag“, zeigte Antje Daberger. Wohl wegen Frost und Regen während der Blüte. Daberger gehörte ebenfalls zu den Streuobstspezialisten und klärte auf, welchen Schaden Laubholzmispeln, Rindenbrandpilz und Japankäfer anrichten. Am wichtigsten sei aber: „Pflegen Sie ihre Bäume mit einem regelmäßigen Schnitt.“

Pflegen Sie Ihre Obstbäume mit einem regelmäßigen Schnitt.

Antje Daberger,, Streuobstguide
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