Kommentar:

Licht ausschalten ist nicht altmodisch

+
Strom und Heizungswärme werden teurer
  • schließen

Im Blick: Zu erwartende Preissprünge bei Strom und Gas

Die Preise für Strom und Gas werden auch bei den Gmünder Stadtwerken steigen, und zwar heftig. Um davon überzeugt zu sein, muss man kein Hellseher sein, es reicht ein täglicher Blick in die Zeitung. Und die verrückte Entwicklung der Einkaufspreise dürfte auch auf andere Versorger durchschlagen. Russlands Krieg in der Ukraine, sagen die Experten, ist dafür nur eine Ursache. Eine andere sind gewissenlose Spekulationen auf den Weltmärkten. So war der Strompreis bereits außer Rand und Band, als der Krieg noch weit entfernt war.
Das alles betrifft die Wirtschaft, die sich doch eben von Corona erholen wollte. Das betrifft aber auch jeden einzelnen Bürger, der zuhause einen laufenden Kühlschrank und eine erträgliche Raumtemperatur braucht. Durchs Homeoffice wird noch ein guter Teil dieser Kosten aus den Firmen in die Wohnungen der Arbeitnehmer verlagert. Ein deutlicher Preissprung bei der Energie dürfte viele Bedürftige in Notlagen bringen bis in die Mittelschicht hinein wirken. Deshalb ist es richtig, dass Stadtverwaltung und Stadtwerke bereits Beratungsangebote organisieren, um Menschen in solchen Notlagen eine Perspektive jenseits des Wohnungsverlusts zu geben. In dieser Situation wird das, was bisher für viele als Gewissensfrage galt, zur existenziellen Notwendigkeit: Energie sparen Auch eigene Energie macht unabhängig. Eine Solaranlage auf dem Dach ist aber längst nicht überall möglich - auch weil die Landesregierung am Verbot solcher Anlagen in denkmalgeschützten Städten festhält. Eine sehr kleine, aber rasche Hilfe dagegen: Es ist trotz LED nicht altmodisch, beim Verlassen eines Raums das Licht auszuschalten. ⋌    Wolfgang Fischer

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare