Lichter sollen Stimmung zaubern

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Leuchtende Mondstupfler, das Logo der Stadt, Kugeln in Gold und Silber, der goldene Torbogen und der Lichterfall am Rosenstein: In den kommenden zwei Wochen wird die Winterbeleuchtung installiert.
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Wegen der Corona-Pandemie gibt's keinen Kugelmarkt und kein Lichterfest in Heubach. Die Winterbeleuchtung wird aber installiert – und sogar erweitert.

Heubach

An manchen Stellen ist's etwas mühsam. Die Drehleiter der Heubacher Feuerwehr ist nötig, damit die Mitarbeiter des Bauhofes die Winterbeleuchtung installieren können. Sogar Industriekletterer kommen alle Jahre wieder in die Stadt unterm Rosenstein, um mitzuhelfen. "Besonders wichtig", findet es aber Heubachs Bürgermeister Frederick Brütting, dass in diesem Jahr weihnachtliche Stimmung mit viel Licht in die Stadt einzieht. Wegen der Corona-Pandemie. Weil viele Veranstaltungen ausfallen – beispielsweise der Lauschaer Kugelmarkt, der immer am dritten Adventswochenende für Stimmung auf dem Heubacher Schlossplatz und in der Silberwarenfabrik sorgt. 2020 nicht – der Kugelmarkt ist abgesagt. In Lauscha und in Heubach.

Aber: Die Winterbeleuchtung kommt. Bereits in dieser Woche beginnen die Bauhofleute mit ihrer jährlichen Arbeit. Rund zwei Wochen brauchen sie, um alle Lichtgebilde anzubringen. Neu in diesem Jahr? Heubachs Stadtteil Buch bekommt drei Lichtkugeln. Diese sollen laut Bürgermeister beim Weihnachtsbaum an der Bucher Dorfschenke aufgestellt werden. Zur Winterbeleuchtung in Heubach gehören unter anderem leuchtende Kugeln aus Gold- und Silbergeflecht auf den Kreisverkehren am Postplatz und am Norma. Entlang der Hauptstraße sind es beleuchtete Mieder an Laternen und in Gold und Silber glitzernde Logos der Stadt, die auf die Weihnachtszeit einstimmen sollen. Über der Hauptstraße leuchten die Stadt-Logos. Im Kreisverkehr in Richtung Mögglingen werden drei leuchtende Mondstupfer aufgestellt – das Wahrzeichen der Stadt. Bäume auf dem Marktplatz werden mit Lichterketten erhellt. Am Schlossplatz steht ein großer Baum mit Kugeln aus Lauscha. Zudem bekommt der Torbogen am Blockturm bei der evangelischen Kirche ein goldenes Kleid verpasst.

Seit 2015 gibt's das Lichtkonzept in Heubach. Immer wieder kommen neue Elemente dazu. Vor zwei Jahren hat die Stadt die Winterbeleuchtung auf Lautern ausgeweitet. Dort zieren in der Weihnachtszeit Lichterkugeln den Dorfbrunnen bei der Schule. Zudem erhalten die Bäume am Dorfplatz ein Lichterkleid.

Bislang haben wir immer Freiwillige für diese besondere Aufgabe gefunden.

Frederick Brütting, Bürgermeister

Industriekletterer kommen zum Einsatz, wenn der Lichterfall hoch über der Stadt an der Ruine auf dem Rosenstein angebracht wird. Dieser besteht aus Lichterteppichen und Stroposkop-Lichterketten. Am 27. November ist der Klettereinsatz geplant, sodass die Bauhof-Mitarbeiter den Lichterfall am ersten Advent, dem 29. November, zum ersten Mal einschalten können. Aus Gründen des Natur- und Tierschutzes erstrahlt der Lichterfall nur freitags bis sonntags im Advent. Ein Aggregat, das die Bauhofleute von Hand an der Ruine einschalten müssen, sorgt für den nötigen Strom. "Bislang haben wir immer Freiwillige für diese besondere Aufgabe gefunden", sagt der Bürgermeister.

Ein Lichterfest wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie beim ersten Leuchten nicht geben. Ob dieses stattdessen im kommenden Jahr organisiert wird, kann Frederick Brütting noch nicht sagen. Er hofft jetzt erst einmal, dass die Lichter eine weihnachtliche Stimmung in die Stadt zaubern werden.

Trotzdem Kugeln aus Lauscha im Angebot?

Kugeln online: Der Markt mit Glaskunst aus Lauscha, der am 12. und 13. Dezember in Heubach geplant war, entfällt wegen der Corona-Pandemie. Auch das Original in Heubachs Partnerstadt in Thüringen wurde abgesagt. Die Stadt denkt aber laut Bürgermeister Frederick Brütting über einen Online-Verkauf von Kugeln aus Lauscha nach.

Keine Marktstände: An den Adventswochenenden könnte jeweils ein Verein eine von der Stadt zur Verfügung gestellte Hütte am Marktplatz nutzen, um Essen zum Mitnehmen zu verkaufen. Diese Idee stellte Brütting Anfang Oktober vor. "Machen wir nicht", sagt er jetzt. Wenn die Gastronomie im Dezember wieder öffnen dürfe, wolle die Stadtverwaltung keine Konkurrenzveranstaltung dazu anbieten. me

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