Limeshöhe beweist Solidarität mit Indien

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Das Foto zeigt die Generaloberin des Ordens der Dienerinnen der Armen, Schwester Emestina.

Nothilfe für den Schwesterorden „Dienerinnen der Armen“.

Schwäbisch Gmünd. Die Kirchengemeinde St. Maria Wetzgau-Rehnenhof unterhält seit dem Jahr 1991 eine Partnerschaft mit dem Schwesternorden der Dienerinnen der Armen in Indien. Dieser hat seit seiner Gründung durch die aus Deutschland stammende Petra Mönnigmann über 80 Außenstationen, verteilt auf ganz Indien, aufgebaut. Über 650 Schwestern betreiben soziale Einrichtungen wie Waisenhäuser, Behindertenheime, Kindergärten und Sozialstationen. Sie kümmern sich vor allem um Aidskranke, Leprakranke, Behinderte, Waisen und Ausgestoßene sowie alte Menschen. Den indischen Schwestern liegt besonders die Schul- und Berufsausbildung der Kinder am Herzen.

Rasant steigende Zahlen

Traurige Nachrichten erreichten jetzt das Eine-Welt-Team der Kirchengemeinde St. Maria Wetzgau-Rehnenhof von Schwester Emestina, der Generaloberin des Schwesternordens der Dienerinnen der Armen. Indien hat in den letzten Tagen weltweit in der Corona-Pandemie Rekordzahlen geschrieben. Obwohl in diesem Land (1,4 Milliarden Einwohner) bereits 41 Millionen Menschen komplett geimpft sind, wurden seit Beginn der Pandemie laut Gesundheitsministerium 25 Millionen Corona-Infektionen und rund 270 000 Todesfälle registriert. Derzeit sterben laut offiziellen Angaben jeden Tag etwa 4000 Menschen. Experten gehen von weit höheren Fallzahlen aus. Krankenhäuser und Krematorien sind durch die Pandemie überlastet.

„Bitte nehmen Sie uns in Ihr Gebet auf. Wir beten in dieser Situation für Sie alle und wir werden Ihnen für immer dankbar sein für all Ihre Liebe und Fürsorge.“ Von so unerschütterlichem Glauben zeugt der Brief Schwester Nicols, Provinzialoberin der indischen Provinz Nirmala, dass noch nicht einmal um materielle Hilfe gebeten wird. Und doch trifft das Coronavirus gerade die Menschen in Indien jetzt besonders hart. „Erschütternde Bilder und Informationen aus Indien sind aus den Nachrichten in der Presse und dem Fernsehen in unseren Köpfen“, so das Eine-Welt-Team.

Schwester Emestina berichtet in ihrem Brief, der auch den Blick für die materiellen Nöte des Ordens öffnet, über eine rasant ansteigende Zahl von Infizierten in mehreren seiner 45 Einrichtungen und Konventen. Fünf Schwestern seien am oder mit dem Coronavirus gestorben, andere befänden sich noch in Behandlung. Das größte Problem bei der Versorgung der Kranken sei der Mangel an Beatmungseinrichtungen. Auch andere Probleme zeigt die Generaloberin auf: Während die Schützlinge der Schwestern - Kinder aus verarmten Familien und ausgestoßene Mädchen - vom Virus weitgehend verschont bleiben, gerät pandemiebedingt ihre Ausbildung ins Stocken. Die Schwestern sorgen zwar für Unterkunft und Verpflegung der Kinder, können aber deren Lehrer, welche ihnen eine überlebensnotwendige Ausbildung vermitteln sollen, nicht mehr in vollem Umfang bezahlen. Der Grund: Der allgemeine Lockdown verschärft die Armut der Eltern in einem Ausmaß, dass selbst kleinste Beiträge nicht mehr aufgebracht werden können. In dieser extremen Notsituation bitten die Schwestern um Gebet und um materielle Unterstützung.

Der Kirchengemeinderat St. Maria hat eine Hilfsaktion gestartet. Die Missionskreise der Kirchengemeinden in der Seelsorgeeinheit haben sich spontan und solidarisch diesem Spendenaufruf angeschlossen. Die gesammelten Spenden gehen direkt und in voller Höhe an die Schwestern und deren Orden, um die dortige Not zu lindern.

Spendenkonto der Katholischen Kirchengemeinde St. Maria: Überweisungen mit Verwendungszweck: Indien-Hilfe IBAN: DE 32 6145 0050 0440 0341 86 BIC: OASPDE6AXXX Kreissparkasse Ostalb

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