61-Jährige aus Lindach über Facebook betrogen

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Symbolbild Facebook-App

Der Betrüger gaukelte der Frau vor, sie als Erbin seines Vermögens einzusetzen.

Schwäbisch Gmünd-Lindach. Über Facebook erhielt eine 61-Jährige bereits im Oktober den Freundschaftsantrag eines Mannes, der ihr vorgaukelte schwer krank zu sein und bald sterben zu müssen. Der Unbekannte, der sich als Heinz Wälchli ausgab, teilte der Frau mit, dass er sie als Erbin seines Vermögens, das sich immerhin auf 990.000 Euro belaufen würde, einsetzen möchte. Um die Erbschaft abzusichern, müsse die Frau sich bei einem Anwalt in Frankreich melden und dort ein Bankkonto eröffnen.

Wie die Polizei berichtet, übersandte die gutgläubige Frau an die angegebene Adresse nicht nur eine Kopie ihres Ausweises, sondern überwies auch 520 Euro. Anschließend erhielt sie bunte Dokumente per Mail aus Frankreich, welche als Erbpapiere ausgegeben wurden. Die Dokumente musste die Frau sich selbst ausdrucken. Auch weiteren Geldforderungen kam die 61-Jährige nach, so dass sie im Laufe der Zeit rund 2500 Euro überwies, so die Polizei weiter. Bei einer weiteren Überweisung wurde die 61-Jährige dann von einer Bankangestellten angesprochen. Dieser war der Sachverhalt seltsam vorgekommen. Im Anschluss daran erstattete die 61-Jährige Anzeige.

Die Polizei warnt vor Betrügern

Polizeisprecher Jonas Ilg, der seinen Aufgabenschwerpunkt im Bereich Social Media hat, rät: Seien sie generell skeptisch. Es komme so gut wie nie vor, dass Unbekannte sich melden, um Geld zu verschenken.

Zudem rät die Polizei generell - egal ob am Telefon oder im Netz:

  • Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen.
  • Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder Ähnliches.
  • Kommt Ihnen ein Anruf oder Kontakt übers Internet verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.

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