Keine Bebauung des „Hornfeld“ erwünscht

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Lindacher Gremium diskutiert über Potenziale von Wohnbau- und Gewerbeflächen. (Symbolfoto)
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Lindacher Gremium diskutiert über Potenziale von Wohnbau- und Gewerbeflächen. 

Gmünd-Lindach. Dass das Hornfeld bei Lindach nicht in den Flächennutzungsplan der Stadt Schwäbisch Gmünd aufgenommen wird, darüber waren sich die Ortschaftsräte in Lindach und der Ortsvorsteher Klaus-Peter Funk schnell einig. Das 5,3 Hektar große Areal wurde im Flächennutzungsplan als mögliche Potenzialfläche aufgenommen. Eine Bebauung dort umzusetzen, sieht der Ortsvorsteher als nicht realisierbar an. Das Gebiet sei die letzte zusammenhängende landwirtschaftlich genutzte Fläche des Ortes. Dieser Ansicht schloss sich Annemarie Thamm an, „wir hinterlassen unseren Nachkommen nichts Gutes“, sollte diese einmal bebaut werden.

Nach Abzug dieser möglichen Fläche bleibt in Lindach für Wohnbebauung nur noch wenig Spielraum. Der Flächennutzungsplan sieht am „Vorderen Berg“ noch die Möglichkeit für 1,7 Hektar und bei der Erweiterung des „Iltisfeld“ 0,9 Hektar vor. Der „Vordere Berg“ sei die richtige Entscheidung lobte der Ortsvorsteher, Bauflächen in Lindach seien knapp.

Gerhard Hackner, Leiter des Gmünder Amtes für Stadtentwicklung, der über die städtische Flächenkulisse informierte, spielte den Ball zurück, Lindach sei in der Innenentwicklung bisher „beispielhaft“ vorangegangen. Das Gebiet Iltisfeld sei im klimagerechten Flächenmanagement mit einer Größe von 2,5 Hektar angegeben, meinte der Ortsvorsteher in Richtung Hackner, hier könne er sich eine Erweiterung für in Frage kommende Wohnbaufläche vorstellen. Thamm regte an, hier bei der Bebauung auf „verdichtete Bauweise“ zu achten, um den Flächenverbrauch zu verringern. Dass eine verdichtende Bauweise mit Mehrfamilienhäusern am Vorderen Berg nicht möglich sei, bedauerte Thamm.

Die vorgesehenen Gewerbeflächen als zweite Erweiterung „Bänglesäcker“ und „Siebene“ erschien dem Gremium ebenfalls mit 1,9 Hektar als zu wenig, dieses Flächenpotenzial könnte lediglich für vier Gewerbeflächen genutzt werden. Da der Flächennutzungsplan bis 2035 fortgeschrieben werden soll, befürchtet das Gremium eine Abwanderung von Betrieben, sollte keine Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden sein. Der Ortschaftsrat gab dem Stadtplaner eine Überarbeitung der Pläne mit auf den Weg, die das Hornfeld als Baufläche außen vor lässt, das Iltisfeld auf 2,5 Hektar und die Gewerbefläche in der „Siebene“ auf 2,5 Hektar erweitert. Ob der Sportplatz verlegt wird und die dann freiwerdende Fläche für Wohnbau genutzt werden kann, schloss Hackner auf längere Sicht allerdings aus.

Derzeit seien im Stadtplanungsamt Stadtplaner Mangelware, bedauerte Hackner auf Nachfrage von Funk, wie der Zeitplan für die Erschließung am „Iltisfeld“ vorgesehen ist. Hackner stellte die zweite Jahreshälfte 2022 in Aussicht, um den Aufstellungsbeschluss zu fassen. Somit wäre 2024 der früheste Zeitpunkt für die Erschließung, rechnete Funk vor.

Die Entscheidung darüber, ob eine finanzielle Unterstützung aus den Mitteln für bürgerschaftliche Aktionen als „Corona-Zuschuss“ für Vereinsfeste geleistet wird, wurde zurückgestellt. Damit folgte der Rat dem Vorschlag von Antonio Masciullo, abzuwarten, wie sich das Jahr für die Vereine und ihre Feste entwickelt.

Halteverbot im Dachsweg

Schneller ging es mit der Umsetzung des Halteverbots im Dachsweg. Das Halteverbot wurde im Rahmen einer Verkehrsschau Ende April für erforderlich erachtet und durch Straßenmarkierungen bereits umgesetzt. ⋌

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