Seniorenarbeit ist ein Erfolgsmodell

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Generationenbüro
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Zehnjähriges Bestehen des Lindacher Generationenbüros im „Hennahäusle“ gefeiert. Bürgermeister Baron lobt engmaschiges Netzwerk.

Schwäbisch Gmünd-Lindach 

Seit zehn Jahren gibt's das Generationenbüro in Lindach. Was im Kleinen mit wöchentlichen Sprechstunden, immer am Donnerstag, startete, mauserte sich zu einem Treffpunkt für gemütliche Spielenachmittage und fröhliches Beisammensein. Die Garanten für diese Kontinuität sind Irene Schworr, Hermann Rumpler, Hannelore Melein, Irene Reck und Ingrid Schwiers.

Gestartet wurde mit gut einer Handvoll Gäste, und in Hochzeiten treffen sich nun bis zu 25 Seniorinnen und Senioren im „Hennahäusle“, dem Vereinsheim der Kleintierzüchter in Lindach. Basierend auf eine Idee von Hermann Rumpler gibt es so stets ein fröhliches Stelldichein. Passender könnte dieser Treffpunkt nicht sein, ist er doch barrierefrei zugänglich. Und ein weiterer Pluspunkt ist, dass man sich nicht um die Bewirtung kümmern muss. Dazu ist das Team rund um Irene Schorr einfach zu klein. Umso mehr dankte Irene Schorr bei der Feier anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Generationenbüros am Donnerstag dem Kleintierzuchtverein für die Gastfreundschaft. Mit Bedauern stellte sie allerdings unumwunden fest, dass Corona dem gemütlichen Treffen pro Monat einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht habe. Denn diese lange Zeit konnte man sich nicht zum gemeinsamen Austausch treffen.

Dass es zuvor viele Aktivitäten gab, bewies der Rückblick von Irene Schorr. So erinnerte sie etwa an gemeinsame Theaterbesuche, Filmnachmittage, an den Besuch der Landesgartenschau oder auch an etliche Ausflüge. Etwa eine Schifffahrt in Stuttgart auf dem Max-Eyth-See. Abschließend warf Irene Schorr auch einen Blick in die Zukunft. Sie betonte, dass neue Gesichter stets willkommen seien. Jüngere Gäste, die eventuell auch andere mitbringen, die nicht mehr so mobil sind. Egal, ob beim Spielenachmittag oder einfach nur zum gemeinsamen Vesper.

Auch Ortsvorsteher Klaus-Peter Funk und der erste Bürgermeister Christian Baron schauten bei der Jubiläumsfeier im „Hennahäusle“ vorbei. Funk bot Infos über Aktuelles „In Lindach tut sich was“, ging er auf das neue Baugebiet und die künftigen Wohngruppen für Senioren auf dem einstigen Repa-Gelände ein. Zudem stellte er fest, dass das 40-jährige Provisorium an der Schule, der Pavillon, nun einem Neubau für Kernzeitbetreuung weicht. Bei der Überreichung eines Geldpräsents, auch im Namen des Ortschaftsrats, stellte er fest: „Schwätza ond sich treffa isch a wichtige Sache.“ Als erster Bürgermeister der Stadt gratulierte Christian Baron den betagten Gästen für Ihr engmaschiges Netzwerk und ihren Zusammenhalt am Ort. Es gelte die Identität der Stadtteile zu stärken, betonte er. Verortung habe keineswegs etwas mit provinziell oder rückständig zu tun. „Nein, das ist die Zukunft“, war er sich sicher. Als Beispiel erinnerte er an den Lockdown, als die Stadt die Aktion „Gmünd hilft“ ins Leben rief. Um der Risikogruppe, den Senioren, im Alltag durch Einkaufen oder Ähnliches zu helfen. Es habe sich aber gezeigt, dass man sich selbst half. „In der Not hält man zusammen“, beschrieb Baron die Nachbarschaftshilfe. Und nannte die Lindacher Seniorenarbeit „ein Erfolgsmodell“.

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