Löschen früher und heute: So feiert die Wetzgauer Feuerwehr ihr Jubiläum

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Ein Meer aus rot lackierten Fahrzeugen: Zum dreitägigen Fest zum 125. Jubiläum der Wetzgauer Feuerwehr gehörte eine Ausstellung mit historischen und modernen Einsatzwagen, die viele Interessierte in den Landschaftspark lockte.
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Drei Tage feiert die Wetzgauer Feuerwehr ihr 125-jähriges Bestehen. Mit Musik, Löschübungen der Jugendwehr und einer großen Ausstellung.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau

Zum 125-jährigen Bestehen hat die Wetzgauer Feuerwehr an drei Tagen viel Unterhaltsames für alle Altersklassen geboten. Standen am Freitag Afterwork-Party und Pop-Comedy mit den „Füenf“ auf dem Plan, kamen am Samstag Groß und Klein auf ihre Kosten. Bereits zur Eröffnung der Feuerwehrfahrzeugausstellung „Damals und Heute“ strömten die Besucher in den Himmelsgarten.

Im Landschaftspark: ein Meer aus rot lackierten Fahrzeugen. Nur ein grüner Löscholdtimer stach heraus, die Farbe habe bis 1945 die Feuerschutzpolizei repräsentiert, sagt Siggi Rimpel von der Oldtimergruppe der Altersabteilung der ZF, heute Bosch. Von 1940 bis '60 sei das Fahrzeug im Originallack in Gmünd stationiert gewesen, bis es von 1960 bis '80 in Rot bei der ZF-Betriebswehr im Dienst war. Platz nehmen auf der Holzbank zum Fotoshooting hieß es nebenan auf dem alten Magirus-Löschfahrzeug, das noch mit Vollgummireifen ausgestattet ist.

Der Querschnitt durch 100 Jahre Geschichte der Feuerwehr präsentierte sich auch am Himmelsstürmer, hier waren mehrere Drehleiterfahrzeuge zu bewundern. Das moderne Gerät der Gmünder Wehr dockte mit seinem Korb in luftiger Höhe nahezu an den Turm an, daneben befand sich das von 1962 bis 1998 in Heubach im Dienst befindliche DL 18 mit 18 Metern Steighöhe. Von 1956 bis 1996 in Schorndorf beheimatet war das DL 25 mit einer Steighöhe von 24 Metern. Und neben der alten Feuerwehrspritze, die noch mit Muskelkraft betrieben wurde, sahen selbst die Oldtimer jung aus.

Im Festzelt hatten die kleinen Künstler des Stadtteils ihren großen Auftritt. Bei einem im Vorfeld ausgelobten Kreativwettbewerb konnten Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Die so entstandenen Zeichnungen, Bastelarbeiten, Gedichte und Videos zum Thema Feuerwehr wurden im Losverfahren prämiert, die Gmünder Feuerwehrspitze mit Gesamtkommandant Uwe Schubert und seinem Stellvertreter Ralf Schamberger spielte, unterstützt vom Wetzgauer Abteilungskommandanten Mathias Weiß, Glücksfee. Moderator Robin Kucher sah in den kreativen Wetzgauer und Rehnenhofer Kindern „die Zukunft der Wetzgauer Wehr“.

Im Einsatz wie die Großen

Einen Schritt weiter sind die Kinder und Jugendlichen der Wetzgauer Jugendfeuerwehr, die ihr Können eindrucksvoll zur Schau stellten. Zum angenommenen Brand am Streuobstzentrum rückte ein Löschfahrzeug mit Martinshorn und neun Nachwuchskräften an. Wie bei den aktiven Kameraden baute sich der Trupp hinter dem Fahrzeug auf und erhielt seine Instruktionen vom Gruppenführer. Dann ging es Schlag auf Schlag, während eine Abordnung eine Riegelstellung aufbaute, um das dahinterliegende Gebäude zu schützen, sorgten andere Mitglieder der Jugendwehr für die Wasserversorgung. Die Schläuche wurden angekoppelt, dann hieß es „ Wasser marsch“ die Lösch- und Rettungsarbeiten konnten beginnen. Je nach Körpergröße mussten sich die Floriansjünger ordentlich gegen den Wasserdruck stemmen. Der Befehl „Wasser halt“ beendete den Löscheinsatz, mit „Zum Abmarsch fertig“ wurde das Aufräumen eingeleitet.

125 Jahre Feuerwehr Wetzgau
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Geschichte zum Begreifen: Draufsitzen und nachfühlen, wie Feuerwehrleute in früherer Zeit zum Einsatz fuhren.
125 Jahre Feuerwehr Wetzgau
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