Lösungen für zuverlässigeren Busverkehr formuliert

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Die beiden Schmiedgassen könnten nach Ansicht der Agenda-Arbeitskreise kostengünstig ertüchtigt werden.

Wie die Sprecher der Agenda-21-Arbeitskreise den ÖPNV in Schwäbisch Gmünd verbessern wollen.

Schwäbisch Gmünd. Die Gmünder Innenstadt könnte mit geringem finanziellen Aufwand attraktiver gestaltet werden. Dieser Meinung sind die drei Sprecher der Agenda-21-Arbeitskreise, Thomas Kaiser, Susanne Lutz und Heidi Preibisch. Im Blick hat das Trio dabei in erster Linie den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV): „Langfristige Ansätze müssen den ÖPNV als das zentrale Verkehrsmittel in den Fokus nehmen“, teilen die drei Sprecher mit. Und: „Die bisherigen Diskussionen sind im Rahmen der Verkehrswende nur eingeschränkt zielführend, um die Innenstadt für kurze Wege durch den ÖPNV zu erschließen.“

So erfülle ein verlässlicher Nahverkehr über die Remsstraße „nicht die Funktion für die Innenstadt“ und werde außerdem den Anforderungen an Zuverlässigkeit nicht gerecht. Eine „verlässliche Busführung“ erfordere in der Remsstraße neben Haltestellen auch eine Busspur – und genau eine solche Spur fehle dort. Besonders deutlich spürbar sei dieses Problem immer dann, wenn der Einhorntunnel gesperrt und der Individualverkehr über die Remsstraße umgeleitet werde. Die Schaffung einer optimalen Verkehrsführung an dieser Stelle wäre aus Sicht der Agenda-Sprecher ein finanzieller Kraftakt, den sich die Stadt Schwäbisch Gmünd derzeit nicht leisten könne.

Kosten in Millionenhöhe

Auch andere Überlegungen für eine veränderte und verbesserte Busführung erfordern zusätzliche Investitionskosten in Millionenhöhe. So werde vonseiten der Stadt bereits immer wieder die Ertüchtigung und Erweiterung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) aus finanziellen Gründen aufgeschoben. Zusätzlich dazu seien die Bushaltestellen im Stadtgebiet „behindertengerecht und barrierefrei zu gestalten“, um einen zügigen und zuverlässigen ÖPNV in Gmünd gewährleisten zu können.

Finanzierbar aus Sicht der Agenda-Arbeitskreise „Nordöstliche Altstadt“ und „Schmiedgassen“ sei derzeit nur die schnelle Ertüchtigung der Haltestellen in der Vorderen und Hinteren Schmiedgasse. Ebenso eine Prüfung der gegenläufigen Führung für den Bus ab der Bürgerstraße zur Kappelgasse unter Ausschluss des Individualverkehrs und unter Erweiterung der Gehwege und Fußgängerflächen. „Hier besteht viel Potenzial mit geringem Aufwand und es steigert die Attraktivität des Einkaufsstandorts“, sind sich die Arbeitskreis-Sprecher sicher. Auch eine Verkehrsberuhigung durch Ausweisung des „unteren“ Kalten Markts als Fußgängerzone im Bereich des Gasthauses „Drei König“ unter Ausschluss des Individualverkehrs wäre ein erster Schritt ohne große Baumaßnahmen.

„Die Innenstadt könnte also mit weniger finanziellem Aufwand attraktiver gestaltet werden. Das wäre ein guter Anfang, dem natürlich weitere Schritte folgen müssten“, betonen Thomas Kaiser, Susanne Lutz und Heidi Preibisch.

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