Geistlicher Impuls

Luthers Worte im Herzen tragen

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Martin Luther erzählte: Er und Philipp Melanchthon erreichen an einem stürmischen Abend die Elbe. Luther hat es eilig und muss mit der Fähre übersetzen.

Martin Luther erzählte: Er und Philipp Melanchthon erreichen an einem stürmischen Abend die Elbe. Luther hat es eilig und muss mit der Fähre übersetzen. Melanchthon weigert sich. Der Grund: ein Horoskop, in dem steht, dass er sich vor "nördlichen Gewässern" in Acht nehmen solle. Luther gibt seinem Weggefährten zur Antwort: "Domini sumus – wir gehören dem Herrn. Was auch geschehen mag, keine Macht der Welt kann uns Christus entreißen." Denselben Gedanken habe ich vor schweren Gängen, bevor ich die Tür aufmache zu schwierigen Gesprächen oder der Tag wie ein Berg vor einem steht. Domini sumus. "Du gehörst zu Jesus Christus" – mir zugesprochen bei der Taufe. Jeder von uns steht immer wieder im Leben vor Türen, die er selber öffnen muss, die das Schicksal von selbst auftut, und wir wissen nicht, was uns dahinter erwartet. Und immer wieder gelangen wir an "Fährhafen" und müssen schwere Gewässer überqueren, deren Ausgang wir nicht absehen können. So auch die Corona-Pandemie. Es tut mir gut, Martin Luthers Worte auch heute im Herzen zu tragen: Domini sumus. Wir gehören dem Herrn. Das macht frei von den Mächten der Angst. Dekanin Ursula Richter

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