Mit dem Suppenstern auf der Suche nach Glück

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Beim Sommerferienprogramm im Suppenstern im Himmelsgarten beschäftigen sich die Kinder mit Nachhaltigkeit und Glück im Alltag. Maja Kunz von den Landfrauen Großdeinbach hilft dabei.
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Beim Suppenstern-Ferienprogramm machen befassen sich Kinder mit den Themen Nachhaltigkeit und Glück im Alltag.

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau

Einen besonderen Markt gibt's am Dienstagmorgen im Suppenstern im Himmelsgarten. Den kleinen Markt. Die Verkäufer? Mädchen und Jungen, die beim Ferienprogramm des Suppensterns mitmachen. Das Programm steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. 17 verschiedene Ansätze, je einer Pro Tag, hat sich Organisatorin Margret Schnürle-Baier dafür einfallen lassen.

An einem Tag werden die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Reportern. Viel zu sehen, zu riechen und zu schmecken gibt es auf dem kleinen Markt. Da wäre zum Beispiel Alexandra, die Kartoffeln gegen eine kleine Spende anbietet. Oder Charlotte. Was sie im Angebot hat? „Kräuter für Limonade oder etwas salziges“, erklärt die junge Verkäuferin. Einen Stand weiter wartet Johannes. Für eine kleine Spende gibt's bei ihm Lavendel zu haben. Sein Verkaufstipp? Die Leute einmal eine Nase vom fliederfarbenen Gewächs nehmen lassen. Neben ihm freuen sich Leni und Laura über die ersten sechs Euro, die schon in ihrem Spendengläschen klimpern. Wie die Beiden das verdient haben? Zucchini und Gurken.

Amelie und Vroni hingegen haben etwas Saures parat. Johannisbeeren. Oder wie der Schwabe sagt: Dreibla. Ainhoa wird währenddessen zur Floristin, verkauft bunte Blumensträuße. „Die duften auch“, freut sie sich. Ein weiteres Duo sind Carl-Theo und Vincent. Auch sie haben Johannisbeeren im Angebot. Geschmackstest: sauer. „Hoffentlich nicht alle“, sagt Carl-Theo, „aber sie schmecken sehr frisch“, ergänzt Vincent. Anni, die Glückskekse und Waffeln unter die Marktbesucher bringt, macht erst einmal Kassensturz: 11,60 Euro hat sie bereits beisammen. Und ist mächtig stolz darauf.

Die Waren der jungen Händlerinnen und Händler gibt's gegen eine kleine Spende. Das Geld soll für vier gute Zwecke genutzt werden, erklärt Margret Schnürle-Baier. Das Ferienprogramm befasst sich neben dem Thema Nachhaltigkeit auch mit Glück im Alltag und wie es zu finden ist. Dabei wolle man das Unglück nicht ignorieren. Deshalb gehen die Spenden an vier wohltätige Zwecke. Zum einen soll die Togohilfe und die „Eine Welt“-Gruppe St. Anna unterstützt werden, „damit man an die Menschen weltweit denkt“. Aber auch der Gmünder Tafelladen, „damit auch etwas von den Spenden hierbleibt“ soll unterstützt werden, führt Margret Schnürle-Baier aus. Mit dem Geld will der Suppenstern auch verwaisten Kindern aus Gmünd eine Freude machen. Insgesamt landen am Dienstag 337,93 Euro im Spendenkässchen.

17 verschiedene Themen rund um Nachhaltigkeit erwarten die Kinder im Ferienprogramm. Darunter sind zum Beispiel der Klimawandel, aber auch Gleichberechtigung unter den Geschlechtern oder hochwertige Bildung. „Es ist diese Generation, die einmal mit den ganzen Problemen leben muss“, sagt Margret Schnürle-Baier. Mit den Themen des diesjährigen Ferienprogramms möchte sie den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigen, wie man auch bei größerem Verzicht als heutzutage glücklich sein kann. Denn das gehe mit allen Sinnen. Ob es die gute Suppe ist, die schmeckt, der Lavendel, der duftet oder das Kompliment, das es zu hören gibt. Damit die Kinder selbst herausfinden können, was Glück für verschiedene Menschen bedeutet, werden sie selbst zu Reportern. Dafür befragen sie die Besucherinnen und Besucher des kleinen Markts. Insgesamt 17 kleine Interviews zum Thema „Mein kleines Glück“ sollen im Dezember als Himmelsgarten-Adventsweg ausgestellt werden.

„Es ist diese Generation, die einmal mit den ganzen Problemen leben muss“

Margret Schnürle-Baier, Organisatorin
  • Gemüse aus aller Welt im Suppenstern
  • Der Suppenstern im Himmelsgarten wird vom Landfrauenverein Großdeinbach gepflegt. „Mit Herzblut“, sagt Maja Kunz vom Verein. Zu den Aufgaben der Landfrauen gehört dabei unter anderem die regelmäßige Pflege der einzelnen Pflanzen. Das Gebiet im Himmelsgarten ist sternförmig angelegt. Dabei gibt es in jedem „Zacken“ Gemüsesorten aus einem anderen Kontinent. err

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