Nachfrage bei Impfungen sinkt deutlich

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Die Impflust nimmt ab.
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Dienstag schwächster Tag in Wochen. Das Landratsamt setzt auf den neuen Impfstoff Novavax.

Schwäbisch Gmünd / Aalen. Mit 185 Impfungen hatte der Ostalbkreis am Dienstag den schwächsten Impftag seit Wochen. Insgesamt hat die Nachfrage bei den Impfungen stark nachgelassen, sagt die Sprecherin des Landratsamtes, Susanne Dietterle, auf Anfrage dieser Zeitung. Zuletzt hatten Böbingen und Heubach die Termine der mobilen Impfteams für kommende Woche abgesagt. Sie sind keine Ausnahmen, sondern spiegeln den Trend. Insgesamt sie das Interesse an Impfungen „deutlich rückläufig“, sagt Dietterle. Dies gelte nicht nur für mobile Impfteams, sondern auch für die Impfstützpunkte in Gmünd und Aalen. Diese hatten schon vor zwei Wochen ihr Angebot von sieben Impftagen in der Woche auf sechs Tage verringert und den Sonntag gestrichen. Stattdessen boten sie mehr Impfungen in Pflegeheimen an. Aktuell bieten die Impfstützpunkte in Gmünd und Aalen von Montag bis Samstag Termine zwischen 10 und 18 Uhr an. Infos gibt's dazu auf www.ostalbkreis.de. Eine steigende Nachfrage erhofft sich das Landratsamtvom neuen Impfstoff Novavax, sagt Dietterle. Denn im Vorfeld habe es beim Landratsamt Nachfragen gegeben von Leuten, die dem mRNA-Impfstoff gegenüber skeptisch sind. Novavax ist im Gegensatz zu den mRNA-Impfstoffen ein auf Proteinen basierender Impfstoff. Diese Technologie ist von Grippeschutzimpfungen bekannt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich für den Einsatz von Novavax ab 18 Jahren ausgesprochen. Im Ostalbkreis soll Novavax vom 21. Februar an verimpft werden.

Neben der rückläufigen Nachfrage bei Impfungen insgesamt macht Dietterle deutlich, dass sich in den vergangenen Wochen bei den Erstimpfungen „wenig getan“ habe. Das Gros der Impfungen der vergangenen Wochen seien Booster gewesen. Im Ostalbkreis habe es binnen einer Woche 734 Erstimpfungen gegeben, 1575 Zweitimpfungen und 6020 Booster, nennt Dietterle Zahlen. Rückläufig seien auch die Impfungen bei den Fünf- bis Elfjährigen in den Impfpünktchen im Stauferklinikum und im Ostalbklinikum.⋌Michael Länge

Im Ostalbkreis haben von 314 294 Bürgern 70,9 Prozent eine Erstimpfung, 70 Prozent eine Zweitimpfung und 48,9 Prozent einen Booster. Im Vergleich dazu die Zahlen des Landes Baden-Württemberg: 70,4 Prozent der Bürger im Ländle haben eine Erstimpfung, 69,8 Prozent eine Zweitimpfung und 46,9 Prozent den Booster.

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