Geistlicher Impuls

Nähe und Abstand mit Anstand

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"Abstand halten, 1,5 beziehungsweise 2 Meter!" – In Fleisch und Blut ist uns diese Pandemieaufforderung übergegangen. Entsprechendes gilt meines Erachtens grundsätzlich für die Beziehung von Mensch zu Mensch.

"Abstand halten, 1,5 beziehungsweise 2 Meter!" – In Fleisch und Blut ist uns diese Pandemieaufforderung übergegangen. Entsprechendes gilt meines Erachtens grundsätzlich für die Beziehung von Mensch zu Mensch. Die passende Nähe und hilfreichen Abstand zueinander zu finden und zu halten, ist ein Gebot der Freiheit und der Eigenständigkeit jedes Menschen, Jemanden zu überrumpeln, zu beherrschen, ist leichter als ein partnerschaftliches Miteinander. Ein "geistiger Mund-Nasen-Hand-Schutz" schafft Nähe, Abstand und Anstand durch Augen-Blicke und offene Ohren. Gott gab uns zwei Augen und zwei Ohren, aber nur einen Mund, damit wir doppelt sehen und hören, bevor wir ernsthaft reden.

Als Christen können wir von Jesus Christus lernen: Er sah die Not der Armen, er hörte ihr Rufen und Schreien, ehe er das Wort ergriff und handelte. Sein Lebensmotto war: "Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu Ende zu führen"(Johannesevangelium 4,34). Was will Gott von mir, von uns heute? Das ist alles andere als eine Randfrage! Pfarrer Michael Holl

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