Neuer Mast für schnelleren Mobilfunk in Weiler

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Der Mobilfunkmast in Weiler in den Bergen soll 2023 in Betrieb genommen werden und ist auch geeignet, um zukünftig 5G-Dienste zu senden. Foto: Tom

Der Gmünder Ortsteil macht einen großen Schritt bei der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land.

Schwäbisch Gmünd-Weiler i.d.B.

Die Bauarbeiten für den neuen Mobilfunkstandort in Weiler in den Bergen haben begonnen. Ein 28 Meter hoher Schleuderbetonmast am örtlichen Sportplatz wird in Zukunft das Mobilfunknetz des Schwäbisch Gmünder Stadtteils deutlich verbessern.

Mit schwerem Gerät wird in Weiler in den Bergen in diesen Tagen an der Zukunft gebaut. Christian Krieg ist sichtlich erleichtert, als die zwei Schwertransporter mit den sperrigen Betonmastteilen am örtlichen Sportplatz eintreffen. „Endlich haben die Bauarbeiten für den neuen Mobilfunkstandort begonnen. Seit nunmehr fünf Jahren führe ich Gespräche mit diversen Firmen, um eine deutliche Verbesserung des örtlichen Mobilfunks zu erreichen“, so Krieg.

Für den Weilermer Stadt- und Ortschaftsrat steht fest, dass eine leistungsfähige, digitale Infrastruktur für die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land von zentraler Bedeutung ist.

Weil Mobilfunk zur Grundversorgung gehört

Neben Strom-, Wasser und Internetanschluss gehöre die Mobilfunkversorgung immer mehr zur Grundversorgung, damit sich Bürgerinnen und Bürger wohlfühlten, sich Unternehmen und Handwerk an einem Standort entwickelten und somit wichtige Arbeitsplätze schaffen beziehungsweise sichern könnten.

Die „Deutsche Funkturm“ baut den Mobilfunkmast im Auftrag der Deutschen Telekom. „Weiler in den Bergen bekommt einen modernen und zukunftsfähigen Mobilfunkstandort. Von dem Mast sollen vor allem Kunden der Telekom profitieren.“ Er werde aber auch allen anderen Mobilfunkanbietern angeboten, so dass keine zusätzlichen Masten errichtet werden müssen, erklärt Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Deutsche Funkturm.

Breite Zustimmung für den Standort beim Sportplatz

Über den von Christian Krieg vorgeschlagenen Standort am Rande des Sportplatzes gab es im Ortschaftsrat Weiler in den Bergen breite Zustimmung. „Innerorts war und ist ein Mobilfunkstandort für uns Ortschaftsräte nicht vertretbar“, fasst Krieg die Beschlusslage zusammen. Daher wurde auch die Möglichkeit eines Maststandorts in unmittelbarer Nähe von Kirche, Kindergarten und Grundschule auf der geografisch höchstgelegenen Stelle des Orts von Anfang an abgelehnt. „Wir wollen mit einem Sendemast schließlich kein neues, ortsbildprägendes Wahrzeichen schaffen“, so Krieg. „Für den jetzigen Standort am Rande des Sportplatzes muss der Mobilfunkmast zwar einige Meter höher gebaut werden, dafür steht dieser aber weit weg von der örtlichen Wohnbebauung und rückt optisch durch umliegende Bäume in den Hintergrund“.

Mit welchen Problemen die Vereine zu kämpfen haben

„Der TV-Weiler beklagt, dass am Sportplatz mangels Mobilfunk keine Spielergebnisse durchgegeben werden können oder Fußballfans die damals genutzten Apps zur Corona Kontaktnachverfolgung nicht nutzen konnten. Ohne Empfang funktioniert auch die Orchester-Smartphone App des Musikvereins nicht.

Kein Empfang bei den Steinbacher Höfen

Bei den Steinbacher Höfen bleibt das Handy gänzlich still. An mobile Bezahlung ist in Weiler aktuell nicht zu denken. Aber auch Wanderer, Fahrradfahrer und Forstarbeiter können im Notfall nicht verlässlich Hilfe verständigen“, beschreibt Krieg die derzeitige Situation.

Der Mobilfunkmast in Weiler in den Bergen soll 2023 in Betrieb genommen werden und ist auch geeignet, um zukünftig 5G-Dienste zu senden.

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