Neues Wohnen für ältere Menschen im Gmünder Westen

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So soll das Gebäude Schwerzerallee 60 nach der Fertigstellung aussehen.
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Vinzenz-von-Paul-gGmbH engagiert sich künftig auch in der Schwerzerallee. Dafür wird ein Gebäude aufgestockt.

Schwäbisch Gmünd. Das Seniorenzentrum St. Anna verändert sich wie noch nie seit dem Bau im Jahr 1977: Das inzwischen 45 Jahre alte Gebäude muss einem Neubau weichen, weil die neuen Auflagen der Landesheimbauverordnung dort nicht umsetzbar sind.

Gleichzeitig engagiert sich der Träger, die Vinzenz-von-Paul-gGmbH auch weiter westlich in der Schwerzerallee: Dort entsteht ein Wohnprojekt für selbstständig lebende ältere Menschen und eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf. Über die Details unterrichtete das Unternehmen jetzt Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung und  der Weststadt. Mehr zum Projekt Schwerzerallee 60  erfahren Interessierte schon bald bei einem öffentlichen  Infoabend am 5. Mai.

In diesem Gebäude  haben inzwischen umfassende Umbau- und Sanierungsarbeiten durch die Eigentümer, die Familie Widmann, begonnen.  Das  im Erdgeschoss eingerichtete Studio Sabine Widmann wird auch weiter in Betrieb bleiben. Im  ersten und zweiten Obergeschoss entstehen dort 13 barrierefreie Wohnungen.

„Dieses Wohnangebot richtet sich vornehmlich an selbstständig lebende ältere Menschen, die die Sicherheit und den Komfort eines barrierefreien Wohnumfelds suchen und schätzen“, sagt Isolde Otto-Langer, Regionalleiterin der Vinzenz-von-Paul-gGmbH.  Für diese Wohnungen bestehe  zwar kein umfassendes Betreuungs- und Versorgungsangebot, aber auf Wunsch würden individuelle und kontaktfördernde Hilfen angeboten. So könnten im Bedarfsfall hauswirtschaftliche, aber auch pflegerische Unterstützungsleistungen über den ambulanten Pflegedienst „Vinzenz ambulant“ in Anspruch genommen werden, so Isolde Otto-Langer weiter. 

Ein anderes Konzept gilt für das dritte Obergeschoss: Dort sollen in Zukunft elf Personen mit einem Pflegegrad selbstbestimmt in einer Wohngemeinschaft  leben und wohnen können. Isolde Otto-Langer: „Bei dieser innovativen Wohnform, die es so in Schwäbisch Gmünd bisher noch nicht, stehen eine gute Betreuung und bedarfsgerechte Alltagsgestaltung im Mittelpunkt das Handelns.“ Klares Ziel sei es, älteren, pflegebedürftigen  Menschen ein Leben in einer familienähnlichen Atmosphäre zu ermöglichen. Geborgenheit und Sicherheit  würden dort vermittelt, gleichzeitig aber auch größtmögliche Selbstständigkeit aufrecht erhalten. Die elf Senioren und Seniorinnen   verfügen über ein eigenes Zimmer mit einem direkt zugeordneten Sanitärbereich. Die   Aufenthaltsbereiche werden gemeinschaftlich genutzt. Den Mittelpunkt der Wohngemeinschaft bildet die offen gestaltete Wohnküche. Dort, so sagt die Regionalleiterin weiter, „werden jeden Tag die Mahlzeiten nach den Wünschen der Bewohner und Bewohnerinnen gemeinsam frisch zubereitet“. Zielgruppe sind hier Personen, die in der Bewältigung ihres Alltags bereits Unterstützungsbedarf haben. Sie werden rund um die Uhr durch ein festes Team begleitet. Sie sollen gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern erfolgreich den Alltag zu meistern und den gemeinsamen Haushalt führen. Bei pflegerischem Unterstützungsbedarf werden wie sonst zuhause Fachkräfte eines ambulanten Pflegedienstes hinzugezogen. 

Das künftige Wohnkonzept am Standort St. Anna an der Katharinenstraße sieht in einem Neubau sechs Wohngruppen für je zwölf Menschen vor. Den Mittelpunkt bildet jeweils eine Wohnküche. Diese Wohngruppen sind auf drei Etagen verteilt. Darüber entsteht der Wachkoma-Bereich. „Wir setzten dabei auch einen hohen Standard bei der technischen Ausstattung“, sagt Isolde Otto-Langer. Geschaffen werden 15 Plätze. Unterm Strich kommen dabei weniger Plätze zusammen, als derzeit in St. Anna vorhanden sind. Aktuell leben dort 96 Menschen in der Pflege, 18 im Wachkomabereich. 

Dieses Wohnangebot richtet sich vornehmlich an selbstständig lebende ältere Menschen.“

Isolde Otto-Langer

Vinzenz-von-Paul-gGmbH in Schwäbisch Gmünd

Das Seniorenzentrum St. Anna ist eine Einrichtung der Vinzenz-von-Paul-gGmbH. Das derzeitige Hauptgebäude wurde 1977 zwischen Rektor-Klaus-Straße und St. Katharina erstellt. 2000 kam ein Neubau mit Wohnungen dazu. Mehr als 2500 Mitarbeitende sind in 50 Diensten und Einrichtungen im süddeutschen Raum für Ältere und Pflegebedürftige, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Hörschädigung engagiert.
Sowohl die Vermietung der Wohnungen als auch der Zimmer in der Wohngemeinschaft in der Schwerzerallee 60 erfolgt  über die Vinzenz von Paul gGmbH.

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