Opferfest in Moscheen abgesagt

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Union der Moscheen Schwäbisch Gmünd betont, dass das Hygienekonzept genau befolgt wird.

Schwäbisch Gmünd. Die Union der Moscheen Schwäbisch Gmünd hat sich entschlossen, das Freitagsgebet in dieser Woche und das Hochgebet zum Opferfest nicht zu verrichten. Das haben die sechs islamischen Gemeinden gemeinsam in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Das Opferfest ist das höchste islamische Fest. Es wird zum Höhepunkt des Haddsch gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka. Die Absage steht vor dem Hintergrund einer erhöhten Infektionsrate in Gmünd nach einer Trauerfeier Mitte Juli. Die Vertreter der Gmünder Muslime betonen dabei, dass die Trauerfeier "nicht in einer Moschee stattfand, sondern in privaten Räumlichkeiten". Trotzdem habe man zur Vorsorge beschlossen, die gemeinsamen Gebete zu streichen. Im übrigen habe schon seit Beginn der Corona-Pandemie Vorsicht geherrscht in den Gemeinden: "Ohne Maske und Gebetsteppich darf kein Gläubiger in die Moschee." Bei Verstößen gegen die Abstandsregeln werde sofort eingegriffen. Seit Ausbruch der Pandemie habe die Moscheen-Union alles ihr mögliche getan, um die weitere Verbreitung der Pandemie einzudämmen "und sich damit für die Sicherheit der Gemeinden und unserer Stadt starkgemacht".

Noch vor den Maßnahmen der Behörden ab Mitte März bis Mai sei für das gemeinsame Gebet zu gewesen. Danach sei ein Hygiene-Konzept eingehalten worden: mit Maske, eigenem Gebetsteppich, Besucherliste und Abstand von 1,50 Meter beim Gebet. Zur Union der Muslime in Gmünd gehören die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Schwäbisch Gmünd (Ditib), das Islamisch-albanische Zentrum, die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs, die Bosnische Moschee IGBD, der Türkisch-islamische Kultur Verein und das Islamisch-arabische Zentrum.

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