Ortsdurchfahrt wird für 1,26 Millionen Euro saniert

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Das Straßdorfer Gremium befasst sich mit dem Doppelhaushalt 2022/2023.

 Gmünd-Straßdorf. Das Trio von der Stadtverwaltungsspitze traf zwar später als geplant in Straßdorf zur Ortschaftsratssitzung am Dienstagabend ein, aber das Gremium war dennoch äußerst aufmerksam. Keine Frage, gespannt hatten die Mitglieder darauf gewartet, welche Haushaltsanmeldungen des Ortschaftsrats sich tatsächlich im kommenden Doppelhaushalt 2022/2023 finden werden. Wobei Stadtkämmerer René Bantel betonte, dass alle Ausgaben vorbehaltlich der Haushaltsgenehmigung seitens der Aufsichtsbehörde umgesetzt werden können.

Was bedeutet dies konkret für Straßdorf? Dass allem voran die Sanierung der Ortsdurchfahrt im Jahr 2022 mit 260 000 Euro und im Jahr 2023 mit rund einer Million Euro veranschlagt sind. Außerdem soll der Kinderspielplatz im Baugebiet Käppelesäcker IV umgesetzt werden. Kostenpunkt: 150 000 Euro. „Der ist nötig angesichts der hohen Kinderzahlen“, betonte Oberbürgermeister Richard Arnold.

Allerdings finden sich im Doppeletat lediglich 100 000 Euro statt 400 000 Euro als „Erinnerung“ an den Neubau eines Kunstrasenplatzes bei der Römerschule. OB und Bürgermeister Christian Baron bezeichneten diese Summe als „Zeichen der Verbundenheit“. Denn es wird auch auf Eigenmittel des TV Straßdorf gesetzt. Ute Dlask bemerkte hierzu, dass Diskussionen im Verein nötig werden.

Es findet sich auch keine Summe für den barrierefreien Umbau im Ortschaftsratshaus. Dazu informierte Baron über ein Urteil des Verfassungsgerichts. Dieses bringe der Stadt „mehr Luft“ bezüglich des Umbaus, denn das Gericht erkenne etwa an, dass in Straßdorf Dokumente auch vor dem Rathaus ausgehändigt werden. Wobei er klar betonte, dass Barrierefreiheit natürlich das Ansinnen der Stadt sei.

Ritt auf der Rasierklinge

Als „heißen Ritt auf der Rasierklinge“ bezeichnete Baron die Planung für eine Umgehungsstraße. Sie findet sich noch nicht im Doppelhaushalt. Auch für Sanierungen in Sportstätten oder in der Gemeindehalle gibt’s keine Rate. Grund: Die Stadt will 2022 ein Sanierungskonzept mit Priorisierung für alle Sport- und Mehrzweckhallen erstellen. „Wir haben einen hohen Investitionsstau und wollen Transparenz schaffen“, argumentierte Baron für das Konzept.

Fürs Bildungshaus findet sich ebenfalls keine Rate. Und der erwünschte Bau einer Verbindungsbrücke über den Heuselbach zur Anbindung des Wohngebiets an den Friedhof will man auch erst in Verbindung mit dem Adlerareal schaffen.

Bereits im Werden sind die neuen Außenanlagen im Kindergarten „Emerland“ sowie eine weitere Kleinkind-Gruppe. Letztere kostet eine halbe Million Euro. Der Oberbürgermeister informierte hierzu, dass Gmünd für Betreuungseinrichtungen insgesamt 17 Millionen Euro im ganzen Stadtgebiet ausgebe. „Das gehört auch mal gesagt.“ Und seit Montag kann der neue Hallenboden in der Römerhalle genutzt werden, was Ute Dlask bestätigte. Kosten: 200 000 Euro.

Weiter finden sich noch 35 000 Euro für die weitere Platzgestaltung in der Ortsmitte im Etat. „Dafür haben wir dann insgesamt 1,2 Millionen Euro ausgegeben“, erklärte der OB. Auch machte Arnold deutlich, dass es zwar ein „klares Bekenntnis zum Kreisverkehr am Gewerbegebiet Straßdorf Süd gibt“, aber für dessen Bau keine Rate eingestellt ist. Der OB erinnerte, dass hier auch das Land in der Pflicht sei. Ortsvorsteher Werner Nußbaum warnte, die Planung nicht hinauszuzögern, da man sonst aus dem Landesverkehrswegeplan herausfalle. Anja Jantschik

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