Parkgebühr für Himmelsgarten gefordert

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Gremium für Rehnenhof-Wetzgau diskutiert über Besucher-Fahrzeuge.

Gmünd-Rehnenhof. „So leer wie die Kassen sind, waren sie schon lange nicht mehr“, sagte Ortsvorsteher Johannes Weiß in der Sitzung des Ortschaftsrats Rehnenhof-Wetzgau am Freitag über die Stadt Gmünd. Darum sollen sich alle Ortschaftsräte zurückhalten mit Wünschen zum Doppelhaushalt 2022/2023. So habe er sich bewusst nichts überlegt, betonte Weiß. „In den letzten Jahren wurden viele Dinge umgesetzt“, stellte er fest. Und Kleinmaßnahmen werden ohnehin im laufenden Haushalt finanziert.

Stefan Preiß stieß mit seinem Antrag eine Diskussion um Parkgebühren für Besucher des Himmelsgartens an. Auch für den Parkplatz am Friedhof - nach einer gewissen Zeit. Er hatte Schranken im Blick. Andere Räte sprachen sich eher für Parkautomaten aus. „Die sind weniger anfällig“, argumentierte etwa Jürgen Greiner.

Auch der Ortsvorsteher war für Parkgebühren. Er erinnerte, dass der Unterhalt des Himmelsgartens jährlich über 50 000 Euro koste. „Da sind maßvolle Gebühren angemessen, auch im Hinblick auf die schwierige Situation der Stadt.“. Lukas Hiller regte das Aufstellen einer Spendenbox am Eingang des Himmelsgartens an. „Ich glaube, da kommt was zusammen“, erinnerte er an den Himmelsstürmer, der auch Spenden erhält. Man einigte sich darauf, den Antrag an die Stadt zu stellen, „in die Parkraum-Bewirtschaftung auf den öffentlichen Parkplätzen am Himmelsgarten“ einzusteigen. Sebastian Fritz hatte diese Formulierung vorgeschlagen. Zudem sagte Weiß, dass das Dorfgemeinschaftshaus für den Himmelsgarten mit rund 230 000 Euro im Haushalt verankert sei. Allerdings hatte er Zweifel, ob der Rohbau bis zum Winter angesichts der aktuell „angeheizten Baupreise“ stehen wird. Nach wie vor ist die Sanierung der Franz-Konrad-, der Waldauer sowie der Kolomanstraße geplant.

Mobilitätsmanagerin Anja Tamm berichtete über die Planung der Radwegeverbindung von Großdeinbach über Rehnenhof/Wetzgau bis Mutlangen und nach Gmünd. Eine Trasse, die über den Becherlehen nach Mutlangen, auf den Rehnenhof und weiter nach Wetzgau und Großdeinbach führe, sei im Blick. Momentan werden Gespräche mit dem Forst geführt. Außerdem gebe es eine 50-Prozent-Förderung des Landes. Auch will die Stadt einen weiteren Förderantrag für einen Extra-Zuschuss stellen. Hier winken nochmals 40 Prozent Förderung. „Es sieht gut aus“, war sie zuversichtlich. Baubeginn ist für 2023 anvisiert.

Stefan Preiß informierte über Anwohner im Becherlehen, die um die Sicherheit der Radler angesichts der beidseitig parkenden Fahrzeuge fürchten. Sie hätten eine alternative Route im Blick. Dazu machte Weiß deutlich, dass diese auf Privatwegen verlaufe, die die Stadt kaufen müsste. Weiter machten sich die Ortschaftsräte dafür stark, dass entlang der Ortsdurchfahrt, wo es keinen Radweg gibt, durchgängig Radschutzstreifen angelegt werden.

Zum Starkregen diese Woche berichtete Weiß von 25 Einsatzstellen der Feuerwehr, die in 20 Stunden von Mittwochabend bis Donnerstagmittag bewältigt wurden. Anja Jantschik

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