Partnerschaft mit Leben füllen

+
Bei der Eucharistiefeier im Münster: Erzbischof Ntamwana (Mitte links) und Dekan Kloker (Mitte rechts). Foto: hie
  • schließen

Erzbischof Simon Ntamwana aus Burundi zu Gast im Münster - ein Gegenbesuch.

Schwäbisch Gmünd. Ein besonderer Gottesdienst fand im Heilig-Kreuz-Münster statt: Erzbischof Simon Ntamwana aus Gitega in Burundi zelebrierte gemeinsam mit Dekan Robert Kloker eine Eucharistiefeier. Initiiert wurde dieser Gottesdienst vom CDU-Landtagsabgeordneten Tim Bückner. Kirchenmusikdirektor Stephan Beck füllte mit wunderbaren mächtigen Klängen das Gewölbe, der den Gesang der nicht zahlreichen Kirchgängerinnen und Kirchgänger wirkungsvoll unterstützte. Anwesend waren auch Erster Bürgermeister Christian Baron, Gemeinderatsmitglieder und sechs Abgeordnete des Landtags.

 Dekan Kloker bedauerte in seiner Begrüßung, Erzbischof Simon nicht in seiner Landessprache begrüßen zu können. Der Erzbischof spreche im Gegensatz ausgezeichnet Deutsch.

Ambivalente Eindrücke

„Die katholische Kirche ist eine Weltkirche. Wir sind miteinander verbunden und stützen und unterstützen uns gegenseitig!“, so Kloker. Burundi, seit über 30 Jahren in Partnerschaft mit Baden-Württemberg, gilt als ärmstes Land der Welt. Tim Bückner war mit fünf Abgeordneten dorthin gereist. In Berichten lese man vom „ärmsten und unglücklichsten Land der Welt“, so Bückner. Aber die Eindrücke hätten nicht ambivalenter sein können. „Wir haben natürlich bittere Armut und Hunger erlebt. Aber vor allem auch Frauen und Kinder, die ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen.“

Erzbischof Ntamwana bezog sich in seiner Predigt auf Jesu Aussage „Wer standhaft bleibt, wird das Leben gewinnen.“ Schon im Neuen Testament heiße es: „Man wird euch meines Namens wegen festnehmen, doch wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das ewige Leben gewinnen.“ Diese Worte scheinen das Leben in Burundi zu beschreiben. Kriegsfolgen, Übernutzung der Böden durch eine hohe Bevölkerungsdichte schaffen Probleme, die durch die Politik des Landes verschärft werden. Tim Bückner mahnt: „Es ist unsere Verpflichtung, eine Partnerschaft mit Leben zu füllen, gerade als Politiker einer christdemokratischen Partei.“ Bildung und Ausbildung, Gesundheit und Ernährungssicherheit sollen in dieser Partnerschaft wachsen. ⋌Gise Kayser-Gantner

Mehr Informationen zu Burundi und der Landes-Partnerschaft gibt Tim Bückner, (MdL). Email: tim.bueckner@cdu.landtag-bw.de

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Kommentare