Pianist Ocker verzaubert an der Alten PH

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Kai Ocker am Klavier

Serenadenkonzert begeistert Publikum mit Werken von Johann Sebastian Bach und Franz Schubert.

Schwäbisch Gmünd. Ein musikalisch hochkarätiges Konzerterlebnis hat sich den zahlreichen Zuhörer im Festsaal der Alten Pädagogischen Hochschule (PH) dargeboten. Der namhafte Pianist Mario Kay Ocker bezauberte die Besucher mit Werken von Johann Sebastian Bach und Franz Schubert. Und: Als ob der Name der Pädagogischen Hochschule Programm sei, erklangen im ersten Teil des Abends Teile aus Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertem Klavier“, das „zum Nutzen und Gebrauch der Lehrbegierigen Musicalischen Jugend“ geschrieben wurde. Ocker ließ die drei- und vierstimmigen Tongebäude fein verästelt erstehen, die im Ohr der Zuhörer durch die rhythmische Leuchtkraft seiner Hände scharfe Konturen annahmen. Beinahe grüblerisch wurde der Pianist eins mit seinem Instrument, trat selbst zurück und wurde zum Werkzeug der Musik.

Es schlossen sich vier Impromtus (D 899) von Franz Schubert an, wobei Mario Kay Ocker, der an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart Klavier und Dirigieren studierte, durch überragende technische Brillanz überzeugte. Mit konzentrierter Hingabe entfachte er im Festsaal tatsächlich den Eindruck „augenblicklicher Einfälle“. Er verstand es meisterlich, das beinahe Volksliedhafte des Impromptus in c-Moll genauso hervorzulocken, wie die chromatischen Vorhalte und pathetischen Aufschwünge jener Impromptu-Kaskade in As-Dur.

Nicht selten hielt das Publikum ob seiner Fingerfertigkeit und technischen Versiertheit den Atem an und so war es nicht verwunderlich, dass es bezaubert nach mehreren Zugaben verlangte.

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