Planer prüft Belebung des Klepperle

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ährt bald wieder ein Zug von Schwäbisch Gmünd direkt nach Göppingen?

Weiterer Schritt zu möglicher Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Gmünd und Göppingen.

Schwäbisch Gmünd/Göppingen. Die Untersuchungen zur Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken zwischen Schwäbisch Gmünd, Göppingen und Kirchheim u.T. werden nun durch einen externen Gutachter unterstützt. Darüber informiert das Landratsamt Göppingen, das die Prüfung einer möglichen Wiederbelebung der Strecke federführend koordiniert.

Als sich abgezeichnet hat, dass das Land Baden-Württemberg Machbarkeitsstudien zur Reaktivierung von Strecken umfangreich fördert, hat sich in der Region rasch eine Allianz aus den Landkreisen Esslingen, Göppingen und Ostalbkreis sowie dem Verband Region Stuttgart formiert, um solche Untersuchungen anzustoßen. In einer ersten Prüfung war nämlich ein sehr hohes Nachfragepotenzial für die Hohenstaufenbahn und eine verlängerte Voralbbahn bis Kirchheim unter Teck herausgestellt.

Mit der Vorstellung dieser Potenzialanalyse zur Reaktivierung von Schienenstrecken in Baden-Württemberg hatte Verkehrsminister Winfried Hermann im November 2020 großes Interesse geweckt. Seitdem wurde auch öffentlich viel über die Strecken zwischen Schwäbisch Gmünd, Göppingen, Weilheim a.d.T. und Kirchheim u.T. diskutiert. Die Strecke war jahrzehntelang eine beliebte Verbindung zwischen Rems- und Filstal, bis die Bahn sie in den 80er Jahren einstellte. Die Gmünder bezeichneten den dort verkehrenden Schienenbus liebevoll als Klepperle, in Göppingen hatte er den Namen Josefle.

Die Förderung dieser Prüfung durch das Land wurde gesichert und nun wurde auch ein Gutachter ausgewählt. “Wir freuen uns, dass wir jetzt einen renommierten und ortskundigen Planer gefunden haben, der uns in den kommenden Monaten unterstützen wird“, sagt Jörg-Michael Wienecke, zuständiger Amtsleiter im Landratsamt Göppingen. Im Wettbewerb setzte sich die VWI Verkehrswissenschaftliches Institut Stuttgart GmbH gegen mehrere Anbieter durch. Die Planer aus dem Umfeld der Universität Stuttgart haben sich in Zusammenarbeit mit der DB Engeneering & Consulting um die Leistungen beworben. Das Büro kennt sich nach anderen Untersuchungen, zum Beispiel zur möglichen S-Bahn-Verlängerung ins Neckartal, in der Region aus. In mehreren Arbeitsschritten soll nun bis Ende 2022 geklärt werden, welche Aussichten auf eine Reaktivierung für die Strecken bestehen.

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