Positive Signale für Ortsdurchfahrt

+
Ortsdurchfahrt Hussenhofen
  • schließen

Stadträte des Bauausschusses unterstützen Sanierung der Hauptstraße in Hussenhofen für 1,33 Millionen Euro bei einer Bauzeit von elf Monaten. V

Gmünd-Hussenhofen

Die Ortsdurchfahrt des Stadtteils Hussenhofen soll ab Oktober saniert werden. Das Konzept dafür stellte der Leiter des Gmünder Tiefbauamtes, Jürgen Musch, am Mittwoch den Stadträten des Bauausschusses vor. Die Stadt sei vor zwei Jahren angetreten, eine Oberflächensanierung zu durchzuführen, sagte Musch. Dieses Vorhaben habe sich im Lauf der Jahre entwickelt, sei groß geworden. Hintergrund sei, dass die Ortsdurchfahrt bei einer Sperrung der B 29 stark frequentiert sei und viele Schäden habe, sagte der Chef des Tiefbauamtes. Deshalb werde nun die Sanierung begonnen. Geplant sei außerdem, acht behindertengerechte Bushaltestellen einzurichten. An der Mozartschule sei ein Straßenteiler geplant, um schnellen einströmenden Verkehr zu bremsen, Fahrer dazu zu bringen, abzubremsen und so die Bushaltestellen mit vielen Schülern zu sichern.

„Die Bürger von Hussenhofen warten schon lange auf diese Maßnahme“, sagte Musch. Die Sanierung soll in zwei Abschnitten erfolgen: Begonnen wird mit dem Abschnitt von der Mozartstraße bis zur Ringstraße. Einbezogen seien auch die Stadtwerke, die Gas- und Wasserleitungen sanieren. Geplant ist während der Maßnahme eine Vollsperrung. Vollsperrung bedeute in diesem Fall, dass Anwohner und Blaulichtkräfte immer zufahren könnten. Der außerörtliche Verkehr solle großräumig umgeleitet werden. Dadurch würden die Igginger etwas mehr belastet, sagte Musch. Da entlang der B 29 ein Radweg laufe, sei kein Radschutzstreifen geplant. Dafür gebe es auf der Ortsdurchfahrt auch keinen Platz, sagte Musch. Der Tiefbauamtschef geht von elf Monaten Bauzeit aus, der erste Abschnitt von Oktober bis Dezember, der zweite von März bis November. Die Kosten für die Maßnahme betragen etwa 1,33 Millionen Euro. Oberbürgermeister Richard Arnold wies darauf hin, dass das Bezirksamt nach der Maßnahme auch für Menschen mit Behinderung ohne Barriere erreichbar sein soll.

Martin Bläse (CDU) begrüßte die Maßnahme, die Hussenhofener hätten lange darauf warten müssen, die CDU-Fraktion werde zustimmen. Auch die Grünen signalisierten Zustimmung. Der Hinweis, dass Radfahrer an der B 29 entlang fahren können, befriedige ihn nicht, sagte Prof. Dr. Andreas Benk (Die Linke). Der Radverkehr innerorts werde dadurch ausgeschlossen. Die Verwaltung möge nochmal prüfen, ob die Radfahrer einbezogen werden können. Dem stimmte auch OB Arnold zu. Die Stadt werde dies prüfen, möglicherweise auch mit Radschutzstreifen. Der OB sagte zudem, dass die Ortsdurchfahrt langsamer werden müsse. Benk hinterfragte außerdem die großen Unterschiede bei den Bietern. Weshalb dies so sei, sei auch ihm unerklärlich, sagte dazu Musch.

Überfällig sei die Maßnahme, sagte Dr. Constanze Schwarzkopf-Streit (Freie Wähler Frauen), ihre Fraktion werde zustimmen. Lang hätten die Hussenhofener auf die Sanierung warten müssen, jetzt komme sie endlich, sagte Ortsvorsteher Josef Heissenberger. Belastend sei vor allem der Lärm. Deshalb seien die Hussenhofener froh, dass die Ortsdurchfahrt nun gemacht werde. Auch, dass Vorschläge aus dem Ortschaftsrat wie die Verschwenkung am östlichen Eingang angenommen würden. Heissenberger hinterfragte jedoch einen Radschutzstreifen für die Ortsdurchfahrt und bat, dies zu prüfen. Die endgültige Entscheidung über die Maßnahme trifft der Gemeinderat.

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

WEITERE ARTIKEL

Kommentare